Begegnung 11.07.2018
mit Christian Holtzhauer

Eine Tour d`horizon durch Leben, Einsichten und Absichten des neuen Schauspiel-Intendanten Christian Holtzhauer erlebten die Theaterfreunde bei der jüngsten „Begegnung“ in der dicht besetzte  Lobby Werkhaus. „Ich fühle mich sehr, sehr wohl  in dieser sehr lebendigen und zugänglichen Stadt“ antwortete Holtzhauer auf die erste Frage des Moderators in Gestalt unseres Vositzenden Prof. Achim Weizel. In Leipzig geboren, in Berlin aufgewachsen, war der Mauerfall 1989 das einschneidendste Ereignis im Leben des jungen Mannes. Nach mancherlei Berufswünschen führte ihn schließlich das Studium der Theater- und Musikwissenschaften zum Beruf des Dramaturgen und damit über die Berliner Sophiensäle in die vitale Theaterwelt der Berliner „armen, aber sexy“ Jahre. Von dort an die Staatstheater Stuttgart  - das war so etwas wie ein Sprung vom Armenhaus zum Fürstenhof, meinte seinerzeit ein Kollege. Holtzhauer lernte in Stuttgart bereits das Fünf-Intendanten-Modell mit seinen Vor- und Nachteilen kennen -  aber auch  unser Mannheimer Theater, in dem 2012 während der Stuttgarter Sanierungsphase  sein Schauspiel mit „Tartuffe“ gastierte. Über das Kunstfest Weimar, wo er die Nachfolge von Nike Wagner antrat, kam Holtzhauer jetzt nach Mannheim. Hier möchte er vor allem „die Verfassung dieser Stadt“ mit einem breitem Publikum mit den verschiedensten Interessen und mit neuen Schauspielern be- und ergreifen. Auch bei den mehr als 100 Vorsprechen sei es darum gegangen, neue Schauspieler zu finden, „die sich ganz und gar auf diese Stadt einlassen wollen“. Das ist Holtzhauer wichtiger als eigene Inszenierungen. Im Spielplan – der gegenwärtige sei „vielleicht noch nicht ganz rund“ -  soll Gegenwart  beschrieben, bei Klassikern soll gefragt werden, was diese Stücke mit ihrer oft faszinierenden Sprache uns heute noch zu sagen haben. Auf unsere neue Hausautorin Enis Maci,  „die schreibt, wie das Internet klingt“, darf man gespannt sein. „Wie wäre es denn mit einem heiteren Stück ?“ fragte Weizel unter dem Beifall des Publikums. Kosminskis Bürgerbühne soll weitergeführt, aber auf eine gleichbleibende Gruppe konzentriert werden – die Arena Bühne Piscators lockt – und noch vieles andere mehr.

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Preise

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