Dascha Trautwein

Arnold-Petersen-Preisträgerin 2009


Die Begründung der Preisverleihung:

Sie ist jung, sie ist vielseitig, sie ist temperamentvoll, sie ist ehrgeizig. Die Schauspielerin Dascha Trautwein, seit der Spielzeit 2008/2009 Mitglied des Schauspielensembles des Nationaltheaters Mannheim, hat durch zwei besondere Rollen-Interpretationen auf sich aufmerksam gemacht.

In Tracy Letts „Eine Familie“ zeigt Dascha Trautwein eine ausgeflippte, lebenshungrige Jean Fordham, die vor dem, was sie kokettierend halb bewusst, halb unbewusst bei einem Mann an Begierden auslöst, fast tödlich erschrickt. Da wird ein Spiel mit der eignen weiblichen Wirkung auf die Spitze getrieben und droht ins verhängnisvolle Abgründige zu kippen.

In Schillers „Jungfrau von Orleans“ hingegen enthüllt uns Dascha Trautwein das vielschichtige Innenleben einer jungen Frau, die in der Begegnung mit Lionel ein Schwindel erfasst, wenn sie plötzlich begreift, dass es jenseits von Krieg und Tod Empfindungen gibt, deren Ursache sie, anders als Jean Fordham, höchstens schwach ahnen kann.

Zwei Rollen, zwei Frauen. Existentiell sind sie anscheinend für ewig getrennt und doch auch wieder vereint, weil es Dascha Trautwein plausibel gelingt, die konträren Erfahrungen und Reaktionen beider Figuren konsequent auf jene selbstgewisse Lebenserwartung zurückzuführen, ohne die es vermutlich weder eine Notwendigkeit noch eine Freiheit der Gefühle geben würde.

Der Arnold-Petersen-Preis würdigt einmal im Jahr ein junges Ensemblemitglied des Nationaltheaters Mannheim für eine herausragende künstlerische Nachwuchsleistung. Die Wahl für 2009 fiel einstimmig auf Dascha Trautwein.



Dascha Trautwein



Arnold-Petersen-Preis


Social Media Agentur







HomeKontakteImpressum