Katharina Göres

Arnold-Petersen-Preisträgerin 2010


Die Begründung der Preisverleihung:

„Der Mensch ist nicht einfach. Deshalb dürfen es Sängerinnen oder der Sänger noch weniger sein. Was sie mit Hilfe der Musik an menschlichem Leben vermitteln, entwickelt sich oft zwischen extremen Positionen. Wo Liebe beteuert wird, ist der Abgrund meist nicht weit.

Die in Berlin geborene Sängerin Katharina Göres, seit September 2007 fest im Ensemble des Nationaltheaters weiß das. Sie hat in Mannheim nicht nur zielstrebig ihre noch junge Karriere vorangetrieben und zahlreiche Rollen übernommen, sondern auch bemerkenswert rasch zu einer unverwechselbaren Ausstrahlung gefunden. So kommt zur vielgelobten stimmlichen Qualität eine darstellerische Haltung, die uns darüber belehrt, dass es den uninteressanten Menschen im Musiktheater nicht gibt, gleichgültig ob er stolz an der Rampe steht oder schüchtern im Winkel. Wer sich beruflich dem anvertraut, was die Musik an Gefühlen entfaltet, muss als Sängerin oder Sänger einen festen Standort finden, ihn gewissermaßen personalisieren, damit die künstlerischen Ergebnisse  vielleicht sogar sicherer sind als die manchmal emotional unwägbaren Schöpfungen der Komponisten und Librettisten.

Wie das geht, wenn man das komplizierte Leben immer wieder besingt, ohne sich in ihm zu verlieren, das hat Katharina Göres zur Freude des Publikums häufig bewiesen. Dafür erhält sie in diesem Jahr den Arnold-Petersen-Preis.“



Katharina Göres



Arnold-Petersen-Preis


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