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Begegnung vom 17.12.2008 mit Burkhard C. Kosminski, Gabriela Badura und Isabelle Barth
Da saßen sie nun nebeneinander vor den „Freunden und Förderern“ im Anna-Reiss-Saal – Gabriela Badura, die hoch verehrte Doyenne des Mannheimer Schauspiels, deren Bild heute bereits in der Theatersammlung der Reiss-Engelhorn-Museen hängt, und die blutjunge Isabelle Barth, die im Jahr 1975, als Gabriela Badura den Weg nach Mannheim fand, überhaupt noch nicht auf der Welt war. Doch Schauspieldirektor Burkhard C. Kosminski, der Moderator des Abends, hat die beiden Schauspielerinnen schon zweimal „im Doppelpack“, wie er scherzte, auf die Mannheimer Bühne gestellt – in „Eine Familie“ ebenso wie in „Monsun im April“.
Mannheims unvergessener Alt-Intendant Arnold Petersen, der an diesem Abend als Gast in der ersten Reihe saß und damit „seiner Gabi“ die Ehre erwies, antwortete wie aus der Pistole geschossen auf Kosminskis Frage, was ihn an dieser Schauspielerin am meisten beeindruckt habe: „Ihre Vielseitigkeit“. Was hat die Badura in ihren 33 Mannheimer Jahren aber auch nicht alles gespielt - die Mutter Courage ebenso wie die Frau des Bockerer, die Callas oder jetzt die Violet in dem mehr als dreistündigen amerikanischen Familienstück: „Eine großartige Rolle. Wo gibt es das schon, Rollen, die sich mit Alter und Krankheit befassen?“ Hat die Badura eine Lieblingsrolle? Nein, beschied sie – höchstens immer die, die sie gerade spiele. Schon mit zehn Jahren wollte sie Schauspielerin werden, „aber ich durfte nicht“. Heimlich nahm sie Schauspielunterricht am berühmten Max-Reinhardt-Seminar, und so folgte ihr erstes Engagement folgerichtig bereits am Wiener Burgtheater. Aus Essen holte Arnold Petersen sie nach Mannheim, dort war damals Claus Leininger Schauspieldirektor, es kamen unruhige Zeiten mit der Aktion „Theater in Not“, mit Mannheim-Heidelberger Fusionsspekulationen - und mit zahllosen unvergessenen Abenden. Eigentlich wollte sie jetzt so allmählich in den Ruhestand treten. Aber Burkhard Kosminski beschwor sie, zu bleiben, und er wiederholte an diesem Abend: „Ich rechne mit Dir in den nächsten Jahren“. In einem Schauspielensemble müsse man alle Generationen, alle Altersgruppen haben. Und so seien beide Damen, Badura und Barh, sehr wichtige Bestandteile des Ensembles.
Isabelle Barth ist Schweizerin und beherrscht, wie sie an diesem Abend auf Verlangen auch bewies, immer noch perfektes Schwyzerdütsch. In der Schule spielte sie in einer Theatergruppe und dann erfuhr sie: „Ach, das kann man auch studieren?“ Von der Schauspielschule Hannover weg hat Kosminski sie nach Mannheim engagiert, für die Rolle der Hilde Wangel in „Baumeister Solness“. Sie habe das Stück vorher überhaupt noch nicht gekannt, gestand sie im Anna-Reiss-Saal, alles sei so überraschend gekommen, aber in langen Telefonaten mit Mannheim habe sie gemerkt „Ich bin sehr gemeint“. Waren die ersten Rollen eine Überforderung der Anfängerin? „Sie waren auch ein Geschenk“. Und in dem starken Mannheimer Ensemble habe sie sich festhalten können an den Kollegen, „auch an Gabi“, und sie habe gespürt, „wie man hier immer aufgefangen wird“. Mit besonderer Spannung arbeitete sie an „Monsun im April“, einem Stück des Autorentheaters, das sich erst während der Proben entwickelt und vollendet.
Es gab Lesungen aus „Monsun im April“, es gab Fragen und Antworten, es gab Dankesworte von allen Seiten: An die Damen Sabine Schweitzer (Nationaltheater) und Lieselotte Homering (Reiss-Engelhorn-Museen), die für die Organisation der Reihe der „Begegnungen“ unverzichtbar sind, es gab einen herzlichen Dank des Schauspieldirektors an die Freunde und Förderer für ihren Beitrag zur Kommunikation zwischen Theater und Publikum - und es gab überreichen Beifall für Gabriela Badura und Isabelle Barth.
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|  Begegnung vom 17.12.2008
mit Burkhard C. Kosminski, Gabriela Badura und Isabelle Barth
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