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Begegnung vom 26.11.2008 mit Alexander Kalajdzic
Nachdem der erste Kapellmeister Alexander Kalajdzic und der Moderator Roland Quitt ihre Leidenschaft für das Zigarettenrauchen gestanden hatten, schafften sie es dennoch mühelos die Freunde über neunzig Minuten lang rauchfrei und spannend zu unterhalten. Alexander Kalajdzic stammt aus Kraoatien, seine Mutter war deutscher Abstammung, musikalisch und förderte das offensichtliche Talent (Klavier) ihres Sohnes, der zeitweise „Wunderkind“ – Status genoss. Relativ früh schon erfolgte aber die Festlegung auf das Ziel „Dirigent“ mit einem als sehr positiv empfundenen Studium in Wien.
Unser Gast gab an, zu den Menschen zu gehören, die sich ihr Können und Wissen durch harte Arbeit angeeignet haben. Er erklärte, dass seiner Meinung nach die Arbeit als Korrepetitor mit der intensiven Beschäftigung mit der Musik einerseits und mit den Darstellern andererseits die beste Vorbereitung für eine Operkarriere sei. Er war in dieser Funktion in Krefeld tätig, war später am Gärtnerplatztheater in München sowie in Weimar. Bevor er nach Mannheim kam, war er frei tätig, unter anderem in Südafrika, sowie als Professor an der Hochschule in Zagreb.
Zur Illustration seiner musikalischen Vorstellungen wurden drei Musikbeispiele vorgestellt. Anhand der Aufnahme mit der Jazzmusik Keith Jarrett wurde die Fähigkeit zu Improvisation hervorgehoben. Bei einem Ausschnitt aus den Vier Jahreszeiten imponierte die Virtuosität der Solistin. Anhand einer historischen Traviata Aufnahme wies A. Kalajdzic auf die über Jahrzehnte gewandelte Vorstellung von gesanglicher Kultur hin.
Als Vater von 2 Söhnen ist Kalajdzic überzeugt, dass die musikalische Erziehung auch heute noch ihren Platz hat, und dass das Interesse an der Musik auch in Zukunft noch vorhanden sein wird. Im Verlaufe des Abends wurden viele Vorstellungen deutlich, die unser Gast in Bezug auf seine Arbeit sowie auf die Zusammenarbeit mit dem Orchester und den Sängern hat. So ist nachvollziehbar, dass die angestrebte hohe Qualität der Aufführung in einem Konzert mit einem Instrumentalsolisten leichter erreichbar ist als in einer Opernproduktion mit vielen Beteiligten. Das Ergebnis, das die Zuhörer geboten bekommen, ist immer eine, im Idealfall gelungene, Synthese zwischen der Vorstellung des Dirigenten und der Umsetzung durch die Orchestermitglieder. Da jeder dieser Musiker über eine hohe Qualifikation verfügt, entsteht das Ergebnis durch ein Miteinander und einen Austausch der unterschiedlichen Vorstellungen. Der Dirigent muss letzten Endes aber über die endgültige Fassung entscheiden, die Zeit der ausschließlich autoritär agierenden Dirigenten scheint jedoch vorbei zu sein. Alexander Kalajdzic präsentierte sich als wortgewandter und nachdenklicher Musiker, der den Gästen die Rolle des Dirigenten unter vielfältigen Gesichtspunkten eindrucksvoll nahe brachte.
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|  Begegnung vom 26.11.2008
mit Alexander Kalajdzic
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