Mitgliederversammlung 2012, 23. September 2012, 11.00 – 13.00 Uhr
Eine Zusammenfassung des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Achim Weizel

Die Theatersaison wurde am 23. September mit dem Theaterfest offiziell eröffnet.
Traditionsgemäß beginnt der Vormittag mit der Mitgliederversammlung der Freunde und Förderer. Nach der Begrüßung durch den kommissarischen Generalintendanten Lutz Wengler erlebten die Besucher ein hochklassiges musikalisches Programm. Begleitet von Studiendirektor Dr. Stephen Marinaro boten Nikola Diskic, Eunju Kwon und Tamara Banjesevic Auszüge aus Ihrem Repertoire dar. Die Freunde und Förderer bedankten sich mit begeistertem Beifall.
Der Kulturbürgermeister der Stadt Mannheim, Herr Michael Grötsch begrüßte die Versammlung, äußerte seine große Anerkennung für die Arbeit der Freunde und Förderer und nahm zu aktuellen Fragen der Nachbesetzung der Intendantenstelle und zum kommenden 5-Jahresplan für das Nationaltheater Stellung.
Der Vorsitzende Prof. Weizel bedankte sich bei Herrn Grötsch für das Zeichen der Solidarität, das er auch in diesem Jahr mit seiner Anwesenheit setzte.
Prof. Dr. Weizel begrüßte die wie immer zahlreich erschienen Mitglieder, die Spartenleiter Prof. Dr. Peter Kehr und Kevin O´Day, die Vertreter der Politik (Frau Helen Heberer, Dr. Jens Kirsch), Herrn Johannes Dölger (Musikalische Akademie) sowie unser Ehrenmitglied Heinz-Günter Kämpgen.

PROF. DR. ACHIM WEIZEL - ORIGINALREDE
 .... Normalerweise sind unsere Mitgliederversammlungen so etwas wie Familientreffen, zu dem sich die Mitglieder einmal im Jahr versammeln. Und da es in unserer Theaterfamilie nie Streit gibt, verlaufen diese Treffen auch immer sehr harmonisch. Auch in diesem Jahr ist es ruhig im Verein, aber, das wissen wir alle, es herrscht eine große Unsicherheit in der Mannheimer Theaterlandschaft. Wie wir alle wissen, musste Frau Gerber ihre Position der Generalintendantin aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Wir haben diese Entwicklung sehr bedauert, da die Freunde und Förderer immer sehr gut und vertrauensvoll mit Frau Gerber zusammengearbeitet haben. Wir haben weiter Kontakte mit Fr. Gerber, es geht ihr gesundheitlich besser, worüber wir sehr froh sind.

Ein solches Ereignis, wie das Ausscheiden der Theaterleitung mitten in der Amtszeit, könnte unter ungünstigen Umständen Unruhe und Unsicherheit in den Theaterbetrieb bringen. Wer das Theater in den letzten Monaten beobachtet hat, hat aber gesehen, dass dies nicht der
Fall ist. Durch ein solidarisches und kollegiales Miteinander der Leitungsmannschaft wurden Turbulenzen vermieden und das Theater sicher durch diese Krise gesteuert. Der Dank dafür gebührt allen Spartenleitern, dem neuen kaufmännischen Direktor Dr. Klöter und insbesondere dem Mann, der in dieser kritischen Situation mit Ruhe, Übersicht  und Besonnenheit wie selbstverständlich die Leitungsfunktion übernommen hat, nämlich der jetzige kommissarische Generalintendant Lutz Wengler. Er hat sich schon in der Vertretungszeit in allen Belangen bewährt, und zusammen mit seinen Kollegen das Theater in ruhige Bahnen gelenkt. Dafür herzlichen Dank auch von Seiten der Freunde und Förderer.
Die Frage ist, wie geht es weiter?
Diese Frage müssen der OB, der Kulturbürgermeister und der GR gemeinsam beantworten.
Der augenblickliche Stand ist folgender: Herr OB Dr. Kurz hat Hr. Hans Tränkle einen erfahrenen Theatermann aus Stuttgart, beauftragt, zu prüfen, wie das sogenannte Stuttgarter Modell für Mannheim adaptiert werden kann.
Der Unterschied des Stuttgarter Modells zu dem, was wir bisher gewohnt sind, besteht darin, dass  in Stuttgart, jede Sparte einen eigenen Intendanten hat und es keinen übergeordneten Generalintendanten gibt, es gibt eine breite Führungsspitze mit einem geschäftsführenden Intendanten.
Jede Sparte ist also für sich alleine verantwortlich und entscheidet ohne Beeinflussung von außen. Dieses Modell bietet den Spartenleiter (Intendanten) größere künstlerische Freiheiten und lockt vielleicht durch die Aufwertung auch interessante Bewerber an.

Wir haben dieses Modell im Vorstand der FuF diskutiert und sehen durchaus die möglichen  Vorteile, daneben aber auch ein Problem, nämlich, dass das Theater im Gegensatz zu früher mehrere Ansprechpersonen hat, was zum Beispiel bei Verhandlungen mit Sponsoren zu Irritationen führen könnte. Außerdem kommt es natürlich bei einer solchen Führung durch mehrere gleichberechtigte Personen sehr auf die Toleranz und den guten Willen der einzelnen Beteiligten an.  

Der Vorstand der Freunde und Förderer erwartet daher mit Interesse die Ergebnisse der Untersuchung von Hr. Tränkle, wobei schon klar ist, dass eine Übertragung des Stuttgarter Systems im Verhältnis 1:1 auf Mannheim nicht möglich ist, da sich das Stuttgarter Theater schon finanziell in einer völlig anderen Liga befindet und zudem eine völlig andere Gewichtung der Sparten vorliegt.

Unter diesen Umständen scheint es uns außerordentlich wichtig, dass vor der Entscheidung über eine Neuorientierung zumindest noch eine andere Alternative geprüft wird, nämlich  des Ersatzes von Frau Gerber durch einen neuen Generalintendanten, möglicherweise in Kombination mit dem Kaufmännischen Direktor, in Form einer sogenannten Doppelspitze. Dieses Modell wird heutzutage in vielen Theatern mit Erfolg praktiziert. Es erlaubt eine deutlich sichtbare Führung nach innen und nach außen, eindeutige Ansprechpartner für Sponsoren und klare Leitungsstrukturen. Der Nachteil dieser Variante wäre der deutlich längere Vorlauf bis zur endgültigen Besetzung. Nach dem jetzigen Stand der Dinge wäre dann frühestens in 2 Spielzeiten mit dem Antritt eines neuen Intendanten zu rechnen.
Vor der endgültigen Entscheidung sollte daher geprüft werden, welche Auswirkungen eine solche Lösung auf die künstlerischen und wirtschaftlichen Entwicklungen des Theaters haben würde.
Wir denken hier zum Beispiel an die mögliche Personalkfluktuation in der Interimszeit.
Ganz entscheidend ist bei beiden Varianten aber auch der finanzielle Rahmen.
Schon in Anbetracht der Tatsache, dass sich der GR in Kürze mit dem neuen 5-Jahresplan für das NT beschäftigen muss, sind die finanziellen Auswirkungen aller organisatorischen Veränderungen genau zu prüfen.
Eine wesentliche Ausweitung des Wirtschaftsplans durch die Reorganisation wird dem GR schwer vermittelbar sein.
Am 4. Oktober wird eine Sitzung des Kulturausschusses des GR stattfinden. Die FW/ ML haben für diese Sitzung, wie auch andere Parteien, dringende Anträge an den OB gestellt, einen aktuellen Stand der Besprechungen vorzulegen. Sollten sich hierbei erstmals konkrete Fakten ergeben, würden wir in einer Sonderveranstaltung der FuF diese Ergebnisse mit Ihnen diskutieren und auch versuchen, dazu Hr. Tränkle einzuladen.

Wir selbst sind im politischen Bereich aktiv tätig. Wir haben gesehen, dass es enge Verbindungen zwischen dem Theater und der Politik gibt. Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir auch auf diesem Gebiet Flagge zeigen, und wir sind hier sehr präsent.
Durch die Doppelfunktion des Vorsitzenden bestehen enge Verbindungen zum Kulturbürgermeister und Kulturausschuss, Fr. Hofmann und Hr. Dietmann sind als sachverständige Bürger im Kulturausschuss vertreten und Hr. Dr. Fuchs unterhält enge Bindungen zum OB und zur Landesregierung, er ist in Kontakt mit Frau Ministerin Bauer.
Wie Sie sehen, ist es wie beim Gleichnis von Hase und Igel - wo immer Sie hinkommen, die FuF sind schon da!

... Die Arbeit des Vereins wird durch die Veränderungen im Theater nicht direkt beeinflusst, der Kontakt zu Hr. Wengler ist außerordentlich freundschaftlich und vertrauensvoll, er genießt unsere volle Unterstützung.
In unserer Vorstandsarbeit selbst haben sich seit dem letzten Jahr keine wesentlichen Änderungen ergeben, ich kann daher aus Zeitgründen diesen Teil, den die regelmäßigen Besucher unserer Veranstaltung gut kennen, in diesem Jahr etwas kürzer fassen.
Die Zusammensetzung des Vorstandes hat sich seit dem letzten Jahr nicht verändert. Frau Hofmann betreut mit jahrzehntelanger journalistischer Erfahrung alle Veröffentlichungen des Vereins und ist mir nach wie vor eine unersetzliche Beraterin, Frau Limbourg (neue Medien, Internet, facebook, und Übermutter der NThusiasten), Dr. Fuchs Beirat (entschuldigt), Herr Bretschneider (Schatzmeister und Initiator von Projekten wie Treffpunkt NT und Schnawwlpaten), Herr Dietmann (entschuldigt) Geschäftsführer ), Herr Dr. Feldmann – früher Vorstand BASF und in vielen kulturellen Aktivitäten der Region engagiert (Sponsorensuche- und Betreuung),  Markus Mertens / Manja Lantellmé (NThusiasten). Alle Damen und Herren, die die Sie sehen, und die die Sie nicht sehen, setzen sich auf ihren Gebieten unvermindert und vorbehaltlos für das NT ein, alle opfern Kraft, Zeit, teilweise auch eigenes Geld und sind mit dem Herzen bei der Sache. Vielen Dank für die Hilfe.

Der Vorstand hat natürlich nicht nur die Aufgabe einmal im Jahr auf der Bühne zu sitzen und freundlich ins Publikum zu lächeln, das macht zwar Freude – aber wir arbeiten auch –und das nicht zu wenig: wir tagen regelmäßig mit dem Vorstand hier im NT, um die anfallenden Themen zu besprechen, wir arbeiten aktiv mit im Beirat, wir arbeiten mit in der Stiftung,
wir arbeiten mit im Vorstand der Bundesvereinigung der deutschen Musik- und Theaterfördervereine MUTHEA und wir haben eine aktive Kooperation mit der Musikalischen Akademie ... und außerdem setzt sich natürlich jeder von uns im privaten Kreis und in seiner Einflusssphäre mit aller Kraft für das Theater ein, wir sind die Großmultiplikatoren und hoffen darauf, dass jeder von Ihnen in seinem Bereich ähnlich aktiv vorgeht.
Bitte werben Sie neue Mitglieder!

Mein eigentlicher Rechenschaftsbericht beginnt mit der Mitteilung, dass sich die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, die wir im letzten Jahr beschlossen haben, nicht negativ auf die Mitgliederzahl ausgewirkt hat. Wir hatten ja 10 Jahre mit dieser Beitragserhöhung gewartet und unsere Mitglieder haben offensichtlich deren Notwendigkeit eingesehen. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis.

Wir wollen natürlich mit diesem Geld möglichst viel für das Theater erreichen, und um dies zu ermöglichen, versuchen wir, zu sparen, wo es geht, damit möglichst viel von den Beiträgen für die Theaterförderung übrigbleibt. Und dabei können Sie uns helfen. Ein wichtiges Anliegen des Vorstandes ist es ja, Sie, liebe Mitglieder, regelmäßig und vollständig zu unterrichten. Auch hier sind wir auf der Höhe der Zeit, denn es gibt neben den klassischen Mitteilungen auf Papier, die viel Porto kosten, die Information durch elektronische Medien, sprich E-Mail. Sie tun uns und dem Verein einen großen Gefallen, wenn Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Sie erhalten dann den Monatsbrief und den newsletter sehr viel schneller, und das Beste ist, es kostet uns nichts. Wir sind inzwischen auch auf facebook vertreten. Schauen Sie doch einfach regelmäßig auf unsere Homepage im Internet.

Unser Engagement auf verschiedenen Gebieten ist Ihnen seit Jahren vertraut, ich darf mich deshalb kurz fassen:
- Wir haben im vergangenen Jahr 11 Begegnungen durchgeführt – die nächste Begegnung ist am 24.10.12 mit Sabine Fürst und Katharina Hauter aus dem Schauspielensemble.
- Wir unterstützen die NThusiasten, sie werden selbst berichten!
- Wir helfen bei der Organisation der Theaterbesuche der Jungen Wirtschaft.
- Es gibt neue Broschüren: Die FuF im Portrait und Die Firmenmitgliedschaft

Zurück zum Theater
Das Geld, das wir durch Ihre Mitgliedsbeiträge bekommen, versuchen wir in Projekten unterzubringen, die mit dem Theater abgesprochen sind und dem Theater in seiner Arbeit helfen.
Folgende Projekte wurden im vergangenen Jahr unterstützt:
- Nach wie vor erhält das monatliche Theatermagazin einen Zuschuss
- Wir finanzieren die Aktion Treffpunkt Nationaltheater – Herr Bretschneider berichtet dazu.
- Wir unterstützen die Schnawwl Paten – Herr Bretschneider berichtet dazu
- Serie Bühnenlichter RNF
- 10 jähriges Jubiläum des Balletts  -  Spende eines Mitglieds  10 000 €
- Seniorenweihnachtsfeier und Theaterfest
- TheaterdichterIn Philip Löhle (2011/12), Felicia Zeller (2012/13)
- Anteil Erneuerung der Übertitelungsanlage 12000 €
- Zuschuss Ring Achim Freyer Dokumentation 10 000 €
- Stühle Opernchor (Erbschaft)

Neben dem Verein gibt es die Stiftung Nationaltheater, bei der der Verein Geburtshelfer gespielt hat, sie hat inzwischen ein eindrucksvolles Kapital von 1.4 Millionen aufzuweisen.
Die Stiftung hat aus ihren Erträgen in der letzten Spielzeit die Oper „Outcast“ von Olga Neuwirth mit unterstützt.
Nach dem Ausscheiden von Dr. Hauser als Stiftungsvorstand hat Herr Dr. Markus Kremer von der Mannheimer Versicherung dankenswerterweise diese Aufgabe übernommen, die er mit Schwung und Enthusiasmus ausführt.

Der Dank nimmt kein Ende, aber das ist ja das Gute an der MV, dass wir wenigstens einmal im Jahr öffentlich unseren Unterstützern unsere Dankbarkeit zeigen können.
Unsere Arbeit wäre überhaupt nicht durchführbar ohne die unschätzbare Hilfe durch die Sparkasse Rhein Neckar Nord, die durch unseren Schatzmeister Matthias Bretschneider hier vertreten ist. Wir bitten Herrn B. unseren allerherzlichsten Dank an die entsprechenden Stellen weiter zu geben, wir wissen diese lebenswichtige Unterstützung zu schätzen, herzlichen Dank auch an Frau Schifferdecker, die sich mit großer Geduld um unsere Angelegenheiten kümmert.
Dank gebührt auch den Rem, die uns den Anna-Reiss-Saal für unsere Veranstaltungen zur Verfügung stellen und hier sind wir ganz besonders Frau Liselotte Homering verpflichtet, die uns seit vielen Jahren betreut.
Im NT selbst haben wir eine große Unterstützung durch die künstlerische Betriebsleiterin Sabine Schweitzer, die mit nie erlahmender Energie und Begeisterung in jedem Jahr unsere Begegnungen und auch diesen Vormittag ausrichtet. Blumen!

Gute Freunde haben wir auch im MM in Gestalt von Herrn Peter Ragge , der ein getreuer Chronist unserer Taten ist, sowie Frau Waltraud Brunst, die so liebevoll über unsere Begegnungen berichtet, in den Dank schließe ich auch die Herren Dettlinger und Langhals mit ein.
...... (Dank an Grimminger und Fodys folgt im letzten Absatz)


Der Kommissarische Generalintendant Lutz Wengler bedankte sich bei den Freunden und Förderern für die gute Zusammenarbeit und die effektive Unterstützung der Theaterarbeit. Nach einem Rückblick auf die vergangene Spielzeit und einem Ausblick auf die kommenden Monate (Schwerpunkt „ Ring“ ) wies auch er auf die kommenden Verhandlungen im Gemeinderat über den neuen 5-Jahresplan hin, der primär darauf ausgerichtet sein muss, den status quo zu erhalten. Ein großes Thema ist weiterhin die gründliche Sanierung des Theaters, die in einzelnen Abschnitten schon angelaufen ist .

Im Bericht des Beiratsvorsitzenden (Dr. Manfred Fuchs, entschuldigt) wurde deutlich, dass sich dieses Gremium als Netzwerk in Richtung Politik und Wirtschaft sowie als Mitstreiter bei der Einwerbung größerer Spenden und Sponsoring versteht. Das große persönliche Engagement von Dr. Fuchs kam zum Ausdruck bei seinem Bericht über intensive persönliche Kontakte mit Frau Ministerin Bauer und OB Dr. Peter Kurz und BM Michael Grötsch.
Mit großem Beifall wurde beim Bericht über die Stiftung Nationaltheater begrüßt, dass die Firma Fuchs Petrolub sowie das Ehepaar Dr. Manfred Fuchs und Lilo Fuchs, die Stiftung mit einem Betrag von 100 000€ unterstützen. Auch bei der Neuproduktion der Oper Don Carlo hat sich das Ehepaar Dr. Fuchs dankenswerterweise finanziell engagiert.
Prof. Dr. Weizel dankte der Firma Fuchs Petrolub sowie dem Ehepaar Dr. Fuchs für dieses beispielhafte und herausragende Engagement für das Nationaltheater.
An der Spitze der Stiftung Nationaltheater hat Dr. Markus Kremer (Mannheimer Versicherungsgruppe) Herrn Prof. Dr. Hauser abgelöst. Der neue Vorsitzende hat sein Amt mit sehr viel Energie und Enthusiasmus angetreten. Die Stiftung selbst hat sich in der vergangenen Spielzeit an der Produktion der Oper „Outcast“ von Olga Neuwirth beteiligt.

Sehr lebendig und anschaulich bebildert schilderten die NThusiasten ihre Arbeit. Manya Lantellmé und Markus Mertens berichteten über innovative Ideen, mit denen sie versuchen, junge Leute für das Theater zu begeistern und durch gemeinsame Theaterbesuche Enthusiasmus für das Theater zu wecken. Voller Spannung sehen sie zwei großen Entscheidungen entgegen. Die NThusiasten wurden nicht nur für den Deutschen Engagementpreis sondern auch im Rahmen des Kulturmarken-Awards 2012 zum Förderverein des Jahres 2012 nominiert, eine Auszeichnung, die die Freunde und Förderer im letzten Jahr nur knapp verpasst haben.

Der Schatzmeister Herr Matthias Bretschneider schilderte die finanzielle Lage. Die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge hat sich nicht negativ auf die Mitgliederzahl ausgewirkt, die finanzielle Basis ist solide, wenn auch nicht überragend. Der Schatzmeister appellierte an die Mitglieder, durch freiwillige Spenden die finanzielle Situation zu verbessern.
Matthias Bretschneider berichtete weiter über die von ihm initiierten bzw. betreuten Projekte „Treffpunkt Nationaltheater“ und „Theater auf Rezept“, die die Arbeit des Fördervereins auf neue Bereiche ausweiten. Die Versammlung dankte Hr. Bretschneider für seine engagierte Arbeit mit herzlichem Beifall.

Herr Dr. Karl Heidenreich überbrachte, auch im Namen von Frau Prof. Katrin Kölbl, den Bericht der Kassenprüfer, der wie in den vergangenen Jahren, eine mustergültige Kontenführung bescheinigte. Die beiden Kassenprüfer wurden in der Sitzung in ihrem Amt bestätigt und für die neue Wahlperiode wiedergewählt.

Herr Bernd Kaiser beantragte die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig erfolgte.
Die Mitgliederversammlung ist pünktlich um 13.00 beendet.

An die Mitgliederversammlung schließt sich immer ein gemütliches Beisammensein im Foyer an. Dort werden unsere Freunde seit vielen Jahren mit frischen Brezeln der Firma Grimminger verwöhnt, daher auch in diesem Jahr, wie in den Jahren zuvor, ein herzlicher Dank an zwei Generationen der Familie Grimminger. Herr Paschalidis, Inhaber der Firma Fody´s hat es ich nicht nehmen lassen, das Bier zur Verfügung zu stellen, eine noble Geste, für die wir ihm herzlich danken.

Insgesamt war auch die diesjährige Mitgliederversammlung eine äußerst harmonische Veranstaltung und die Freunde gingen froh gestimmt anschließend zur Eröffnung des Theaterfest.

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MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2012
23.09.2012, 11.00 – 13.00 Uhr im Schauspielhaus

Skepsis gegenüber dem „Stuttgarter Modell“


Peter W. Ragge berichtet im MM vom 24.09.2012 über die Mitgliederversammlung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e.V.


Die Freunde und Förderer des Nationaltheaters haben eindringlich davor gewarnt, dass sich die Stadt zu schnell auf das "Stuttgarter Modell" mit vielen gleichberechtigten Spartenintendanten für die künftige Leitung des Hauses festlegt. "Eine Übertragung des Stuttgarter Modells 1 : 1 ist sicher nicht möglich", mahnte der Vorsitzende, Prof. Dr. Achim Weizel, gestern bei der Mitgliederversammlung des Vereins.
Derzeit lässt der Oberbürgermeister ein Gutachten über die Führungsstruktur ausarbeiten, doch hat er bereits große Sympathie für eine Lösung mit mehreren Spartenintendanten signalisiert. Der Verein aber wolle, "das vor einer Entscheidung auch andere Modelle geprüft" würden, forderte Weizel, etwa eine Doppelspitze aus Intendant und kaufmännischem Direktor.
In diesem Zusammenhang sprach Weizel dem kommissarischen Generalintendanten Lutz Wengler ausdrücklich sein Vertrauen aus: "Er genießt unsere volle Unterstützung." Wengler habe nach der Erkrankung von Generalintendantin Regula Gerber "mit Ruhe, Übersicht und Besonnenheit" das Haus übernommen und Turbulenzen vermieden. "Er hat sich in allen Belangen bewährt", betonte Weizel. Sponsoren wünschten sich weiter einen festen Ansprechpartner an der Spitze des Hauses, sagte Weizel, und zudem lasse der Etat des Theaters keinen finanziellen Spielraum für ein größeres Leitungsteam.
Der Kulturbürgermeister Michael Grötsch legte sich in seinem Grußwort nicht fest. "Wir werden die berechtigten Bedenken abwägen müssen", sagte er nur und meinte: "Zeitdruck ist ein schlechter Ratgeber. Wir werden uns Zeit nehmen müssen, die passende Lösung zu finden und nicht nur aus Zeitnot irgendein Modell umsetzen". Noch liege die in Auftrag gegebene Untersuchung nicht vor. Letztlich werde es dann aber auch "auf die Persönlichkeiten ankommen", sagte Grötsch. Seine Präferenz für eine Doppelspitze ließ Grötsch nur dadurch erkennen, dass er Lutz Wengler sowie dem kaufmännischen Direktor Dr. Ralf Klöter für ihre "sehr, sehr, sehr gute Arbeit" dankte und sie ausdrücklich als "Spitzenteam" bezeichnete.
Zudem sagte der Kulturbürgermeister zu, dass die Stadt ab 2013 dem Nationaltheater wieder mit einem Fünf-Jahres-Plan Planungssicherheit bei den Zuschüssen gewähren wolle: "Das hat sich bewährt". Zugleich dankte Grötsch dem "renommierten, engagierten und traditionsreichen Verein" für seine Unterstützung des Theaters. Wie Schatzmeister Matthias Bretschneider vorrechnete, flossen von den 174 000 Euro an Ausgaben ein Drittel in die Information der über 2000 Mitglieder und zwei Drittel als Zuwendungen für Projekte des Theaters. Wahlen standen nicht an, sodass Weizel und seine beiden Stellvertreter Ulla Hofmann und Christina Limbourg, Schatzmeister Bretschneider, Geschäftsführer Richard Dietmann und als Vorsitzender des Beirates Dr. Manfred Fuchs unverändert im Amt sind. Neu für die Betreuung von Sponsoren kam Dr. John Feldmann hinzu. Pwr

Die NThusiasten – vertreten durch ihre „Doppelspitze“ Manja Lantellmé und Markus Mertens – berichteten in einer sehr ansprechenden Power Point Präsentation über ihre Aktivitäten.

„Hoffnung auf höheren Zuschuss“
Peter W. Ragge berichtet ferner über die Rede des kommissarischen Generalintendanten Lutz Wengler.
Das Nationaltheater hofft auf eine Zuschusserhöhung durch den Gemeinderat, wenn für den Zeitraum ab der Spielzeit 2013/14 ein neuer Fünf-Jahres-Plan verhandelt wird. Das deutete der kommissarische Generalintendant Lutz Wengler bei der Mitgliederversammlung der Freunde und Förderer an. "Dabei geht es nicht um eine Ausweitung unserer Möglichkeiten, sondern nur um den Erhalt des Status quo", sagte er. Im vergangenen Jahr habe man 570 000 Euro und im laufenden Jahr 1,48 Millionen Euro an Tarifsteigerungen aus dem laufenden Budget selbst auffangen müssen. Dies gehe aber künftig nicht mehr ohne eine Beschneidung der künstlerischen Qualität, machte er deutlich.
Zu den Besucherzahlen der vergangenen Spielzeit liegt nach Angaben von Wengler noch keine abschließende Auswertung vor. Man liege "in normalen Schwankungsbreiten", werde aber "nicht an das herausragende Ergebnis der Vorspielzeit heranreichen", da in der Oper durch die "Ring"-Produktion öfter geschlossen war und im Schauspiel eine "extreme Erkrankungswelle" zwischen November und Februar für einige Vorstellungsausfälle gesorgt habe.
Im Vorgriff auf die umfassende Sanierung des Spielhauses, für die ja seit Februar eine Machbarkeitsstudie laufe, seien im Sommer die Lkw-Hebebühne ausgewechselt und die Sanierungsarbeiten am Dach fortgesetzt worden. Schließlich entsprach Wengler, wie er hervorhob, einem ausdrücklichen Wunsch des Publikums nach besserer Beleuchtung am Eingangsbereich, man weitere die Öffnungszeiten der Kasse aus und gebe Karten für die Oper schon zwei Monate vor der Vorstellung in den Vorverkauf. Mit 39 Premieren und 69 Wiederaufnahmen liege eine "spannende und besondere Spielzeit voller Herausforderungen" vor dem Haus, zumal man trotz dem "Ring" die Anzahl der Premieren in der Oper aufrechterhalte. "Das ist keine Selbstverständlichkeit", hob Wengler hervor. Pwr


„NThusiasten“ hoffen auf den Sieg in Berlin
Peter W. Ragge berichtet bereits am 22.09.2012 über die Nominierung der NThusiasten – junge Freunde des Nationaltheater zum Förderverein des Jahres 2012.
Im vergangenen Jahr hoffte die "Mutter", stand schon auf dem Treppchen - aber verpasste in der Endrunde doch knapp den Sieg. Jetzt fiebert der Nachwuchs auf die Preisvergabe des "Kulturmarken-Awards" hin. Zumindest sind die "NThusiasten - Junge Freunde des Nationaltheater" für die Auszeichnung als "Förderverein des Jahres 2012" nominiert. Im Vorjahr hofften die Freunde und Förderer des Nationaltheaters selbst auf die Auszeichnung, betrachteten es letztlich aber auch schon als Ehre, in die Endrunde zu kommen.
Die "Kulturmarken-Awards" werden verliehen für die besten Marketingstrategien von Kulturanbietern und Städten, für die kreativsten Investitionsformen in Kultur und an die engagiertesten Kulturmanager im deutschsprachigen Raum. Eine Jury von Experten aus Kultur, Wirtschaft und Medien hat die "NThusiasten" nun zumindest auf die "Shortlist" für die Endrunde gesetzt.
Mit den jungen Mannheimer Theaterfreunden konkurrieren bei der Gala im "TIPI am Kanzleramt" in Berlin Ende Oktober der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg südlich von Hamburg und die Gesellschaft der Freunde der Sommerlichen Musiktage Hitzacker.
Die "NThusiasten" waren 2008 von den Freunden und Förderern gegründet worden. Sie wenden sich an Schüler ab 16, Studenten und junge Berufstätige. An der Spitze steht ein zehnköpfiges, ehrenamtliches Team. "Wir wollen die Theatergeneration von morgen für das Nationaltheater Mannheim sichern", so Manja Lantellmé, eine der jungen Verantwortlichen.
Unter dem Motto "Wir nehmen Dich mit" bieten die "NThusiasten" jungen Leuten gemeinsame Besuche im Theater (neuerdings einschließlich freie Szene) und in Akademiekonzerten zu einem günstigen Preis, Werkeinführungen vor der Vorstellung durch Dramaturgen und Regisseure sowie Nachgespräche mit Schauspielern und Sängern, Führungen hinter den Kulissen sowie Partys an. Sie haben ferner ein Zusatzprogramm kreiert wie "TheaterKlatsch" und den "Dramatischen Salon". Auch beim Theaterfest am Sonntag sind sie präsent. pwr

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Mitgliederversammlung 2012

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