28. September 2014, 11.00 – 13.00 Uhr im Schauspielhaus
Eine Zusammenfassung

Wie alle Jahre wieder wurde die Theatersaison für die Mannheimer Bevölkerung und das Theaterpublikum am 28. September mit einem großen Theaterfest im gesamten Haus – drinnen und draußen – offiziell eröffnet. Traditionsgemäß begann der Vormittag mit der Mitgliederversammlung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführenden Intendanten Dr. Ralf Klöter erlebten die in großer Zahl anwesenden Besucher in diesem Jahr ein ganz besonderes Programm. Zum ersten Mal trat der Kinderchor des Nationaltheaters bei den Freunden auf und wurde – wie konnte es anders sein – umjubelt. Als Dankeschön gab es einen Obolus für die Kinderchorkasse!
Der Kulturbürgermeister der Stadt Mannheim, Herr Michael Grötsch begrüßte die Versammlung, dankte dem Vorstand und dem Verein für die unermüdliche Arbeit. Er brachte klar die Unterstützung der Stadt für das Nationaltheater zum Ausdruck und verwies auf die Verpflichtung des Landes, das Nationaltheater seiner Bedeutung entsprechend finanziell zu stützen.

Prof. Dr. Achim Weizel – Auszüge aus der Originalrede
... Herzlich Willkommen an vertrauter Stätte, es tut gut, Sie alle wieder zu sehen. Das Theater, an dem wir alle hängen, fängt wieder an, die Abende sind verplant und wir sind außerordentlich gespannt auf das neue Programm.
... Ich darf mich an dieser Stelle, im Namen des gesamten Vorstandes, bei den Intendanten für die gute Zusammenarbeit bedanken. Die Zusammenarbeit ist harmonisch, spannungsfrei, die Kommunikationswege sind kurz. Wir haben alle bei Fragen, Bitten oder Problemen jederzeit den direkten Zugang und auch umgekehrt hat es genauso funktioniert. Alle Mitglieder des Vorstandes waren für die Intendanten jederzeit ansprechbar, haben unsere Pläne aktiv unterstützt, wir haben uns sehr gefreut, dass die Intendanten in vielen Fällen auch intensiv und öffentlich Werbung für die FuF gemacht haben.
... Die FuF haben sich stark dafür eingesetzt, dass das NTM eine solide Finanzierung bekommt, es ist unerlässlich, dass durch einen neuen 5-Jahresplan finanzielle Sicherheit entsteht, das Theater kann in seiner jetzigen Form nur überleben, wenn   eine ausreichende finanzielle Basis gegeben ist. Hier geht es vor allem um die Übernahme der Tariferhöhungen. Nur durch ein konzertiertes Vorgehen des Landes und der Stadt können wir weiter das Theater so erleben, wie wir es kennen und schätzen.
... Wir sind dankbar, dass wir in OB Dr. Kurz eine Persönlichkeit haben, die das Theater kennt und schätzt und es ist besonders erwähnens- und lobenswert, dass unser Kulturbürgermeister Michael Grötsch mit großem Einsatz und Energie die manchmal zermürbende Tagesarbeit im Sinne des Theaters durchführt.
... Wir fühlen uns in unserem Bemühen gerechtfertigt, durch die positiven Umfrageergebnisse des MM, die zeigt, dass das Theater nach wie vor einen großen Rückhalt in der Bevölkerung hat.
... Auch bei der Gemeinderatswahl haben sich, mit einer Ausnahme, alle Parteien für die weitere Förderung des Theaters ausgesprochen, insgesamt ein sehr ermutigendes Ergebnis.

Organisatorische Veränderung: Nach vielen Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit der Sparkasse RNN wird unsere Geschäftsstelle zum Jahresende in das NTM verlegt. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Herrn Prof. Dr. Hauser und seinen Mitarbeitern, insbesondere bei Frau Schifferdecker für die langjährige Unterstützung. Wir bedanken uns jetzt schon bei den Verantwortlichen des Theaters und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Zum Vorstand: Ulla Hofmann: Unersetzliche Beraterin, blendend vernetzt, nach wie vor unerreichte Meisterin der Prosa. Christina Limbourg: Berstend vor Energie und Ideen, in allen Sätteln der Informationstechnologie zuhause, großzügige Spenderin. Matthias Bretschneider: Akribischer Verwalter des Vermögens, Anschieber neuer sozialer und vereinsinterner Projekte. Richard Dietmann: Unermüdlicher Schaffer, ohne den das Tagesgeschäft nicht zu bewältigen wäre. Dr. John Feldmann: Jahrzehntelange Erfahrung bei Sponsorenaquise - und Pflege, taktischer Denker. Andreas Hilgenstock: Innovativer Promoter der Beiratssache, im besten Sinne ohne Hemmung, wenn es um das gemeinsame Ziel geht. Markus Mertens: Junger Wirbelwind mit einem großen Sack voll Ideen, überzeugter NThusiast. Heinz Günter Kämpgen und Dr. Manfred Fuchs: Grand old men mit jeweils klugem Rat.

Unsere Förderungen und Aktivitäten: Unterstützung des Theatermagazins (unsere Seite wird von Ulla Hofmann konzipiert), Finanzierung des Hausautors, 10x pro Spielzeit „Begegnung mit ...?“ (kostenlos für Mitglieder, €10 für NICHT-Mitglieder, 1x im Monat Theaterführungen, Treffpunkt NTM, Schnawwl-Paten, Theater-Senioren Weihnachtsfeier, Stadtrundfahrt für die Neuen im Ensemble/NTM, Finanzierung CD Katharina Göres, Junge Wirtschaft im NTM, Benefizveranstaltung zu Gunsten der Jungen Oper €12.000, Kooperation mit der Abendakademie zur Betreuung von Migranten, Kooperation mit den Spickert-Filmbetrieben, Theater auf Rezept – Kinderärzte, Kooperation mit art-maks Theaterreisen, Theaterbesuche auf Einladung befreundeter MUTHEA-Freundeskreise in Karlsruhe und Heidelberg, aktive Teilnahme bei der Jahrestagung des Deutschen Bühnenvereins, Hinweistafel am Theater zur Geschichte ... und vieles mehr ... monatliche Informationen aus erster Hand ...

Der Vorstand trifft sich regelmäßig zur Aussprache im kleinen Kreis, mehrmals im Jahr zum Brainstorming, in regelmäßigen Abständen mit den Intendanten und zweimal im Jahr zur großen Beiratssitzung.

Unsere Aktivitäten außerhalb des Vereins:
Weizel / Dietmann / Hofmann: Mitglied im Kulturausschuss
Weizel: Beirat Musikalische Akademie
Weizel: Kuratorium Stiftung Nationaltheater
Limbourg: Vorstandsmitglied MUTHEA
Hilgenstock: Vorsitz des Beirats

Die Intendanten Prof. Dr. Peter Kehr, Burkhard C. Kosminski und Kevin O’Day haben im Anschluss sehr informativ zu ihren Sparten und die überaus erfolgreiche Spielzeit gesprochen.
Unser Nationaltheater hat weit über seine Grenzen regional und überregional auf sich aufmerksam gemacht. So war es nur selbstverständlich, dass die Dramaturgische Gesellschaft und der Deutsche Bühnenverein ihre Jahrestagungen in Mannheim hielten. Das Internationale Theaterfestival „Theater der Welt“ war ein Riesenspektakel für Mannheim, die Region, nationales und internationales Theatervolk und machte Lust auf Theater. Der Mozartsommer war ein weiterer Höhepunkt mit immer bestens besuchten Vorstellungen. Das Bürgerbühnenfestival wird im kommenden Frühjahr ein Magnet sein, nicht zu vergessen die Internationalen Schillertage. Die Oper erhielt die Auszeichnung „Uraufführung des Jahres“ für BÖSE GEISTER, der Chor „Opernchor des Jahres“ (In einer jährlichen Kritikerumfrage ermittelt die Fachzeitschrift „Opernwelt“ die Jahresbesten). Andrea Gronemeyer ist mit der Inszenierung TANZ TROMMEL“, einem Gemeinschaftsprojekt von Schnawwl und Ballett, zum FAUST-Preis nominiert worden (Preisverkündung am 8.11.14 in Hamburg). DER JUNGE MIT DEM KOFFER, die international anerkannte Schnawwl-Inszenierung ist auf Tournee in London, Dublin, Kopenhagen und vielen weiteren Städten ... Das Ballett ist mit DER KLEINE PRINZ zum Shanghai Festival eingeladen.

Andreas Hilgenstock berichtet über seine Arbeit als Beiratsvorsitzender. Zitat aus seinem Bericht: „Unser Nationaltheater ist einer der wichtigsten Leuchttürme Mannheims und der Region. Diesen Nachweis erbringt es nicht nur durch seine Effektivität (1000 Vorstellungen mit weit mehr als 360.000 Besuchern/Jahr), sondern auch durch seine hohe Qualität, dokumentiert durch viele Preise und Auszeichnungen (zuletzt Uraufführung des Jahres „Böse Geister“, Opernchor des Jahres). Außerdem zeigt es immer wieder sehr eindrucksvoll, wie beliebt es bei breiten Bevölkerungsschichten in der Stadt und in der Region ist. Es kann finanziell nicht einfach in der Luft hängen, sondern verdient eine solide Finanzierung.“

Matthias Bretschneider, unser Schatzmeister, berichtete von einem ruhigen Jahresverlauf.  Auch im zweiten Jahr nach der Beitragserhöhung blieb die Mitgliederzahl im Wesentlichen konstant. Bei den Spendeneinnahmen wie auch bei den Zuwendungen an das Nationaltheater konnten Spitzenwerte erreicht werden. Dazu trug auch die weiter gestiegene Nachfrage nach Freikarten im Rahmen des Sozialprojektes „Treffpunkt Nationaltheater“ bei. Bretschneider bedankte sich in diesem Zusammenhang bei der Fuchs Petrolub SE und der Vetter-Stiftung für die Förderzusagen zu diesem Projekt, das von den FuF alleine nicht mehr gestemmt werden kann. Das Schnawwl rief aus den verschiedenen von den Schnawwl-Paten geförderten Projekten erhebliche Mittel ab, so dass erstmals das Guthaben zusammenschmolz. Und das, obwohl die Zahl der Paten wie auch der Patenschaften deutlich zugelegt hatte. Eine anhaltend hohe Nachfrage zeichnet sich auch für 2014 ab. Bretschneider bat daher, weitere Patenschaften zu übernehmen. Der Patenbeitrag liegt bei nur 25 Euro pro Jahr.

Markus Mertens, unser Sprecher der NThusiasten, berichtet wie folgt: Die Situation der NThusiasten ist konstant, aber eine stete Herausforderung. Dass es den NThusiasten gelungen ist, unter der steten Fluktuation seiner Akteure und dem studentischen Publikum in der vergangenen Spielzeit 5 Jahre alt geworden zu sein, darf man vor diesem Hintergrund als bemerkenswert betrachten. Mit Einsatz, Wille und Leidenschaft hat das Team der NThusiasten so hunderte junger Menschen erreicht, die das Nationaltheater als Ort von gelebter Kultur kennen lernen durften, die sie betrifft, berührt und gefangen nimmt. Wir sind stolz, dafür eine Plattform gewesen sein zu dürfen, und es mit Entschlossenheit auch weiter zu bleiben.
Gar nicht hoch genug einschätzen kann man bei unserem Engagement den Beitrag von Marketing und Theaterleitung, mit denen uns eine enge Zusammenarbeit verbindet, und ohne die wir kaum eine Idee von uns hätten realisieren können. So hoffen wir, dass wir - Hand in Hand mit dem Theater und seinen Mitarbeitern - weiter Theaterliebe streuen können und Menschen dort erreichen, wo Kunst sie im Tiefsten anspricht: im Herzen.

Bericht der Kassenprüfer. Frau Prof. Kölbl und Herr Dr. Heidenreich führten am 21.05.14 in den Räumen der Sparkasse RNN die Kassenprüfung durch. „Geprüft wurden Kontoauszüge und Originalbelege stichprobenartig und damit so viel wie notwendig, um Ihnen, meine Damen und Herren, den hoffentlich nützlichen Hinweis geben zu können, dass das Rechnungswesen unseres Vereins transparent, inhaltlich richtig und unter Beachtung ökonomischer Prinzipien geführt wird sowie die Mittel weisungs- und satzungsgemäß verwendet werden. Kurz gefasst: Die Kassenprüfung hat keinerlei Beanstandungen ergeben! Vielen Dank!“

Entlastung des Vorstands, Entlastung der Kassenprüfer
Wie in den Vorjahren hat auch in diesem Jahr unser Mitglied Herr Bernd Kaiser die Entlastung beantragt, die einstimmig genehmigt wurde.

Neuwahl des Geschäftsführenden Vorstands, Wahlleiter: Herr Dr. Lothar Stöckbauer.
Prof. Dr. Achim Weizel, erster Vorsitzender, Ulla Hofmann und Christina Limbourg als Stellvertretende Vorsitzende standen zur Wiederwahl. Einstimmig haben die wahlberechtigten Mitglieder bestimmt, dass eine Wahl „en bloc“ und per Akklamation erfolgen konnte. Der Geschäftsführende Vorstand wurde einstimmig wieder gewählt und nahm die Wahl dankend an.

Zum Abschluss ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit mit Frau Homering und den rem, mit der Presse – hier insbesondere an Frau Brunst, Herrn Ragge, Herrn Dettlinger und die vielen anderen ... und natürlich an die Familie Grimminger, die uns immer wieder die wunderbaren Brezeln spendet und die Firma Fodys, die uns die Getränke sponsert.


Als ein besonderes Dankeschön gab es für alle spontanen Neu-Mitglieder an diesem Tag die neue CD mit Katharina Göres, Dan Ettinger und unserem Orchester. Katharina Göres signierte an unserem Stand im Fledermaus-Kostüm!!!

Die Freunde und Förderer wünschen dem Theater eine gute Spielzeit mit vielen anregenden Aufführungen und vollbesetzten Häusern. Liebe Mitglieder bleiben Sie Ihrem Theater treu und begeistern Sie Ihre Freunde für unser Nationaltheater und machen Sie Werbung für unseren Verein.



NACHTRAG vom 1. Oktober 2014: Pressemitteilung der Stadt Mannheim
„Die Stadt Mannheim begrüßt die Erhöhung der Landesförderung für das Nationaltheater Mannheim. In dem aktuellen Entwurf des baden-württembergischen Staatshaushaltsplans 2015/2016 wurden zwei Millionen Euro zusätzliche Mittel pro Jahr für das Theater eingestellt. Die erhöhte Förderung soll auch in der fünfjährigen Finanzplanung fortgeführt werden. Abschließend entscheidet der Landtag darüber. „Das Nationaltheater Mannheim präsentiert sich vielfältig und mit einem qualitativ hochwertigen kulturellen Angebot. Es zeigt sich künstlerisch erfolgreich und innovativ. Die Erhöhung der Förderung durch das Land ist dringend und erkennt mit der Erhöhung des Sockelbetrags die besondere Bedeutung des Nationaltheaters für die gesamte Kulturlandschaft an. Auch das Land sieht: Wir können diese große Institution nur gemeinsam mit dem Land tragen“, so Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Kulturbürgermeister Michael Grötsch.“

NACHTRAG vom 2. Oktober 2014: Mitteilung im Mannheimer Morgen
„Die Freunde und Fördere des Nationaltheaters haben mit großer Erleichterung die Mitteilung über die zugesagte zusätzliche Förderung des Nationaltheaters durch das Land zur Kenntnis genommen. Durch die intensiven Bemühungen der Theaterleitung, des OB und des Kulturbürgermeisters, unserer Vertreter in Stuttgart und der Freunde und Förderer des Nationaltheaters ist es offensichtlich gelungen, das Land von der besonderen Stellung  des Nationaltheaters zu überzeugen. Die zugesagten Erhöhungen schaffen mehr Planungssicherheit in den kommenden Jahren. Nun ist es am Gemeinderat der Stadt Mannheim dem Beispiel des Landes zu folgen und durch die Verabschiedung eines 5 – Jahresplanes, wie vom Land auch gefordert, eine solide finanzielle Basis für die nahe Zukunft zu schaffen.“

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Mitgliederversammlung 2014

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