Die FUF sind Mitglied bei MUTHEA der Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theater-Fördergesellschaften e.V. und im Vorstand vertreten.

Vom 7. bis 9. Mai waren wir Gastgeber der Jahrestagung 2010 der Vereinigung der Deutschen Theaterfördervereine (MUTHEA)
Vertreter von 20 Fördervereinen aus ganz Deutschland folgten unserer Einladung Die Tagung wurde offiziell von GI Regula Gerber und dem Kulturbürgermeister Michael Grötsch eröffnet – Tagungsort war das Theatercafé des NTM. Bei einer anschließenden Stadtführung lernten unsere Gäste nicht nur die historischen Theaterstätten sondern auch die historisch gewachsene Bedeutung des Nationaltheaters für die Stadt kennen. Nach einem gemeinsamen Abendessen erlebten unsere Gäste eine hochklassige Aufführung der Oper „Werther“. Im Anschluss gab es Gelegenheit zum Gespräch mit Sängern und Musikern im Theatercafé, was auch ausgiebig genutzt wurde.
Am Samstag fanden tagsüber die Sitzungen des Verbandes statt. Im Rahmen der Neuwahlen wurde der bisherige Vorstand unter Vorsitz von Dietrich Fischer (Staatstheaterfreunde in Braunschweig), Bernhard Krumrey, Stellv. Vorsitzender (Freunde des Theaters Kiel), Stephan Mücke, Schatzmeister (Freunde und Förderer der Musikalischen Komödie Leipzig) und die weiteren Vorstandsmitglieder Renate Winkler (Theater- und Musikverein Görlitz) und Jürgen Bandte (Freundeskreis Hessisches Landestheater Marburg) einstimmig wiedergewählt. Prof. Dr. Achim Weizel und Christina Limbourg (Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim) wurden in den Vorstand zu gewählt. Während des ganzen Tages fand ein lebhafter Gedanken- und Informationsaustausch insbesondere zur immer schwieriger werdenden Lage der Theater an einzelnen Standorten – hier seien nur Wuppertal oder Schleswig-Holstein genannt - statt. Vertreter der NThusiasten hatten nachmittags Gelegenheit, ihr Konzept vorzustellen.
Das Partnerprogramm – eine Führung mit dem Chefgärtner durch den Luisenpark – mit einem Mittagessen im Restaurant des Fernsehturms wurde begeistert angenommen. Nach einem weiteren gemeinsamen Abendessen luden wir unsere Gäste zur Premiere, der von unserer Generalintendantin inszenierten, Oper „Turandot“ ein, die ein positives Echo fand. Viele der Gäste nahmen anschließend noch an der Premierenfeier teil.
Zum Abschluss der Tagung fand am Sonntagmorgen das vom Theater ausgerichtete Rundtischgespräch zum Thema „Muss sich Kunst rechtfertigen?“ im Schauspielhaus statt. Die Besetzung des Podiums war hochkarätig: GI Regula Gerber, Prof. Dr. Jochen Hörisch (Uni Mannheim), Prof. Dr. Klaus Pierwoß (langjähriger Bremer Intendant) und Dr. Johannes Slawig (Kämmerer der Stadt Wuppertal). Trotz vieler guter (teilweise auch provokativer) Beiträge vom Podium und auch aus dem Zuschauerraum, gelang es dem Moderator Peter Michalzik (Frankfurter Rundschau) leider nicht, die verschiedenen Aspekte des Themas zu einem Gesamtbild zusammen zu fassen. Die Zuschauer gingen zwar mit wertvollen Denkanstössen aber auch lebhaft (zum Teil erregt) debattierend aus dieser Diskussion nach Hause.
Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss verabschiedeten sich die MUTHEA Mitglieder mit herzlichem Dank an die Organisation. Für die Mannheimer Freunde und Förderer waren diese Tage hochinteressant, da uns klar wurde, dass die Situation der Theater in den verschiedenen Orten extrem unterschiedlich ist und die Kommunen, die alle von Finanznot geplagt sind, je nach Wertschätzung der Kultur in ihrer Stadt mehr oder weniger sorgfältig mit den kulturellen Institutionen umgehen. Wir werden die Situation weiter verfolgen.
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