Pressestimmen Ballett Spielzeit 2014/2015


CHOREOGRAFISCHE WERKSTATT 2015 (UA)
Ballett - Premiere 23.07.2015
Pressezitate

CHOREOGRAFISCHE WERKSTATT 2015 (UA), Premiere 23.07.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
CHOREOGRAFISCHE WERKSTATT 2015 (UA), Premiere 23.07.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
CHOREOGRAFISCHE WERKSTATT 2015 (UA), Premiere 23.07.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
CHOREOGRAFISCHE WERKSTATT 2015 (UA), Premiere 23.07.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
CHOREOGRAFISCHE WERKSTATT 2015 (UA), Premiere 23.07.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
CHOREOGRAFISCHE WERKSTATT 2015 (UA), Premiere 23.07.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel

Allgemein:
„Vom krassen Gegensatz zwischen nachdenklichen Arbeiten und zwei herrlich komischen Stücken lebt diesmal die choreographische Werkstatt am Nationaltheater in Mannheim.“
Die Rheinpfalz vom 28.07.15
„kurzweilig und sehenswert“
„voller Ideen und Impulse, voll Witz und Sentiment“
Darmstädter Echo vom 28.07.15
„voller kleiner Überraschungen“
Rhein-Neckar-Zeitung vom 25.07.15

Zu Julia Headleys Stück:
„Manchmal funkelt ein winziges Stück am hellsten.“
„Die 24-Jährige tritt damit in die Fußstapfen des Choreographenpaars Sol Léon und Paul Lightfoot vom Nederland Dance Theater […]. Und diese Fußstapfen wirken nicht zu groß für die Tänzerin aus Barbados“
Die Rheinpfalz vom 28.07.15
„eine gefühlvolle Miniatur“
„eine gelungene körperliche Studie zur Weiblichkeit“
Mannheimer Morgen vom 25.07.15
„Die meisten Facetten zeigt an diesem Abend die anmutige Julia Headley“
Darmstädter Echo vom 28.07.15

Zu Hitomi Kuharas Stück:
„Alles fügt sich zu einer wunderbar trashigen „Saturday Night Fever“-Parodie zusammen. […] Das Stammpublikum kennt bereits das schauspielerische Talent Tyrel Larsons und Zoulfia Choniiazowas, hier zeigt nun auch Dávid Kristóf seine humoristische Seite.“
Die Rheinpfalz vom 28.07.15
„die Stimmungskanone des Abends“
Mannheimer Morgen vom 25.07.15
„Ein fiktiver Publikumspreis wäre an Hitomi Kuhara gegangen“
Rhein-Neckar-Zeitung vom 25.07.15

Zu Davidson Jaconellos Stück:
„Die wummernden Bässe, die Jaconello selbst komponierte, akzentuieren seine dynamische Tanzsprache und verstärken die bedrohliche Atmosphäre.“
Die Rheinpfalz vom 28.07.15
„Da gelingen starke Bilder von Individualismus und Außenseitertum“
Darmstädter Echo vom 28.07.15

Zu Tyrel Larsons Stück:
„Ein noch kämpferisches Bewegungsvokabular wählt Tyrel Larson für sein „Stück 7“, mit dem der Abend auf höchst amüsante Weise eröffnet wurde. Larson gelingt es immer wieder seinen Beruf ironisch zu kommentieren.“
Die Rheinpfalz, vom 28.07.15
„Tyrel Larson, der Schelm, legt zum Auftakt auch bei seinem „Stück 7“ wieder reichlich Humor vor. Er widmet sich Begegnungen, zufälligen oder folgenschweren, aus denen sich Flüchtiges (mit staubtrockenen Auftritten und Abgängen) oder Bleibendes entwickelt.“
Mannheimer Morgen vom 25.07.15
„Tyrel Larson etwa sorgt gleich für einen starken Einstieg“
Darmstädter Echo vom 28.07.15

Zu Zoulfia Choniiazowas Stück:
„zart und poetisch“
„Julia Headley setzt dies  grazil und emotional um.“
Mannheimer Morgen vom 25.07.15

Zu Dávid Kristófs Stück:
„Er schafft Bilder von zarter Melancholie und versetzt uns doch auch wieder gelassen in die „Fabelhafte Welt der Amélie“.“
Mannheimer Morgen vom 25.07.15

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BODY & LANGUAGE (UA), Premiere 21.05.2015
Choreografie: Lukás Timulak

BODY & LANGUAGE (UA), Premiere 21.05.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
BODY & LANGUAGE (UA), Premiere 21.05.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
BODY & LANGUAGE (UA), Premiere 21.05.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
BODY & LANGUAGE (UA), Premiere 21.05.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
BODY & LANGUAGE (UA), Premiere 21.05.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel
BODY & LANGUAGE (UA), Premiere 21.05.2015, ©Foto: Hans Jörg Michel

Bühne: Peter Bil’ak
Kostüm: Bregje van Balen
Licht: Loes Schakenbos


„Mit einer humorvollen graphischen Spielerei skizzieren der Slowake Lukáš Timulak und sein Landsmann, der Schriftenerfinder Peter Bil’ak, ihr Thema von A bis Z. Sie setzen Körper wie Druckbuchstaben aufs Papier, wie Zeichen ohne Bedeutung.“
„In Timulaks Bewegungssprache mit plötzlichen geschmeidigen Ausbrüchen aus dem Stillstand und fließenden Armbewegungen erkennt man noch seine Herkunft: das renommierte Nederlands Dans Theater, wo er zehn Jahre als Tänzer engagiert war und dessen avantgardistischer Modern-Dance-Stil ihn geprägt hat.“
„Die Kostüme von Bregje van Balen halten sich dabei mit entspanntem Chic zurück.“
„Und dann kommt dieser magische Moment, in dem eine Tänzerin, die ausdrucksstarke Zoulfia Choniiazowa, alleine vor einer Säule mit sich kämpft, während sich ein Tänzer nach dem anderen fast bewegungslos auf die Bühne schiebt.“
„Ein spannendes Erlebnis.“
Die Rheinpfalz vom 23.05.15

„Humorvolle Effekte und einen dramaturgisch gelungenen Einstieg zeigt der slowakische Choreograph mit den Tänzern des Mannheimer Kevin O’Day Balletts.“
„Ein subtiles Ausloten von Raum, Bewegung und Sinn hat Lukáš Timulak hier choreographiert, das von konzentrierter Ruhe und auch von einer gewissen minimalistischen Sprödigkeit geprägt ist.“
„Ganz sicher glaubt Lukáš Timulak der Individualität in Sprache und Tanz mehr als dem Schwarm. Und doch sind die Soloeinlagen keine Starauftritte und Glanznummern. Auch hier scheint der Choreograph der Meinung zu sein, dass weniger mehr ist. Das ist wohltuend, höchst eigen und in seinem zelebrierten Minimalismus auch hochästhetisch […].“
Mannheimer Morgen vom 23.05.15

„Gerade in der ersten Hälfte hat dieser Abend aber eine visuelle Kraft, die weit über den Tanz hinausreicht, Choreografie mit Typografie kompositorisch verschränkt.“
„Schon die Tonspur zu Body & Language ist aufregend.“
„Und im letzten Bild symbolisiert ein Rhombenkubenoktaeder aus acht gleichseitigen Dreiecken und 18 Quadraten mit seinen 26 Flächen die 26 Grundbuchstaben – und die Möglichkeit, mit diesem geometrischen Körper ganze Geschichten zusammenzuwürfeln.“
„Mit Erfolg suchen Tanz, Musik und Kunst in verschiedenen Sprachen eine gemeinsame Aussage.“
Darmstädter Echo vom 23.05.15

„[Der Abend] nähert sich dem Thema auf einem unverkrampften ästhetischen Weg: in manchmal witzigen, durchweg spannenden Bildern – an denen die Lichtdesignerin Loes Schakenbos […] entscheidenden Anteil hatte.“
„Zwischen Gemeinsamkeit und Verbindlichkeit der Körpersprache, in anspruchsvollen Ensembleparts und individuellem Ausdruck, zwischen verbindenden Menschheitsthemen („Turmbau zu Babel“) und attraktiven Symbolen hält der Abend unaufgeregt die Spannung.“
„Peter Bil’ak zieht alle Fäden optischer Bühnenwunder […] da ist ein außergewöhnlicher Designer am Werk.“
„Das fünfzehnköpfige Mannheimer Ensemble (stellvertretend sei Ausnahmetänzerin Zoulfia Choniiazowa genannt) zeigt einmal mehr, was es kann: unisono oder solo, ganz äußere Form oder ganz innerer Ausdruck – das Premierenpublikum war begeistert.“
Tanznetz.de vom 26.05.15

„Timulak lässt sich dabei nicht von gespreizten A-Beinen oder rund gebogenem C-Körper einengen, er gestattet sich, die Fülle modernen Tanzes aufzurufen.“
„Überwiegend sieht man bei Timulak, der in der Vergangenheit viele Jahre für das Nederlands Dans Theater (NDT) tanzte, die dort gepflegte unspektakuläre Eleganz, den schönen Fluss, den Verzicht auf grelle Effekte.“
Frankfurter Rundschau vom 22.05.15

„Mit einem zwinkernden Auge interpretieren Timulak und Bil’ak das Alphabet und sie verdeutlichen, dass aus den Buchstaben Worte, Sätze, Bücher werden und die Grenze des damit Machbaren nicht erreicht wird.“
„Es ist keine opulente Choreografie, eher minimalistisch eindringlich, und doch drückt es die ganze Unendlichkeit der Sprache, der Unendlichkeit der tänzerischen Möglichkeiten aus.“
„Eine packende und spannende Begegnung mit Buchstaben und Körpern, die so viel auszudrücken in der Lage sind.“
Schifferstadter Tagblatt vom 26.05.15


 

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2 GENTS (UA), Premiere 30.01.2015
Kevin O’Day frei nach der Komödie
„Zwei Herren aus Verona“ von William Shakespeare
Choreografie: Kevin O’Day
Musik: Thomas Siffling

2 GENTS (UA)<br />Premiere, 30.01.2015<br />© Fotos: Christian Kleiner
2 GENTS (UA)Premiere, 30.01.2015© Fotos: Christian Kleiner

(Auftragskomposition)
Ausstattung: Thomas Mika
Licht: Mark Stanley

Frankfurter Rundschau vom 01.02.2015

 „eine beschwingt-drängende, oft volltönende, eben moderat jazzige Musik“
„der Tanz [ist] leichtfüßig, munter, ziemlich rasant, athletisch“
„Julia Headley ist als Silvia von bestechender, fließender Eleganz“

Mannheimer Morgen vom 02.02.2015
„Thomas Siffling [hält] nach einer Gute-Laune Jazz-Ouvertüre den Prolog, sympathisch und mit dialektalen Einlagen“
„atemberaubendes Licht“

Darmstädter Echo vom 03.02.2015
„Shakespeare hat den Groove“
„Vor einer Woche gab Mannheim den Abschied von Ballett-Intendant Kevin O’Day im Jahr 2016 bekannt. Jetzt zeigt der Amerikaner mit der romantischen Tanzkomödie „2 Gents“, was man dann vermissen wird.“
„Zehn Minuten Beifall und Standing Ovations nach der Premiere“
„Zumal wenn Shakespeare den Groove kriegt. Dafür sorgt Trompeter Thomas Siffling mit seinen acht Mitmusikern. Ihr Jazz macht das Lustspiel locker, die Leidenschaft nervös, und der Witz kriegt mit knatterndem Blech einen strahlenden Klang.“
„Dass die Mannheimer ein enorm athletisches Ensemble markanter Charaktere haben, kommt hier prächtig zur Geltung.“

Rhein-Neckar-Zeitung vom 03.02.2015
„Weil Shakespeare es nicht so genau genommen hat mit der Logik, hat Kevin O’Day es nicht ganz so genau genommen mit Shakespeare, und weil die Charaktere der Vorlage arg holzschnittartig ausfallen, hat der Choreograf in Sachen Klischee noch eins draufgesetzt – schließlich darf und soll gelacht werden in einer Komödie.“
„Augenzwinkernd bietet [Kevin O’Day] seinen bewährten Protagonisten die Chance, zu großer Form aufzulaufen, und sie nutzen sie“
„Am Ende gab es Extra-Beifall für den witzigen, stimmungsgenauen und schmissigen musikalischen Part.“

Die Rheinpfalz vom 03.02.2015
„ein ironisch-originelles „Dancical““
„Ein poppiges Wohlfühl-Ballett“
„Thomas Siffling Musik […] schenkt den Zuschauern einen Ohrwurm“
„Obwohl O’Day ein „Dancical“, ein Musical ohne Text, choreografieren will, verfällt er nicht in Revuetanz-Manier, sondern bleibt ironisch und originell.“
„O’Days Mut, den Co-Künstlern kreativen Freiraum zu geben, zahlt sich aus: Vor dem klaren Bühnenbild helfen die frech zusammengewürfelten Kostüme, die Charaktere zu karikieren.“


Pressespiegel zum Download

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Zur Nichtverlängerung des Vertrags von
Ballettintendant Kevin O’Day
© Mannheimer Morgen, Ralf-Carl Langhals, 27.01.2015
Original Bericht und Original Kommentar

„Nun ist es endlich auch offiziell bestätigt: Kevin O'Day, Ballettintendant des Nationaltheaters Mannheim (NTM), wird mit Ende der Spielzeit 2015/16 nach 14 Jahren das Haus am Goetheplatz verlassen. Das war dieser Zeitung schon Mitte Dezember aus den für gewöhnlich "gut unterrichteten Kreisen" bekannt und hernach auch vermeldet worden. Doch offiziell kam nichts. Kein Wort vom Nationaltheater Mannheim, von dessen Intendantenriege, vom Kulturdezernenten oder Oberbürgermeister.
Gleichbedeutende Fakten wurden längst geschaffen: Die Nachfolge Kevin O'Days ist in einschlägigen Foren bereits seit einiger Zeit ausgeschrieben. Eine Anfrage an das Kulturdezernat wurde jetzt mit einer Pressemeldung beantwortet, die wenig sagt und doch viel verrät. Darin wird die Historie seines Engagements als Ballettdirektor (2002/03) unter Ulrich Schwab, seine Weiterarbeit unter Generalintendantin Regula Gerber und seine derzeitige Stellung als Ballettintendant gewürdigt, was streckenweise klingt wie ein Arbeitszeugnis: "Im Direktorium des Nationaltheaters vertrat Kevin O'Day stets engagiert die Belange seiner Sparte und wirkte zugleich an der strategischen Neuausrichtung des Theaters kompetent und kooperativ mit." Dann folgt eine Auflistung seiner "wichtigsten" Arbeiten unter seinen 41 für das NTM entwickelten Produktionen, darunter zahlreiche Ensemblestücke mit Livemusik, mehrteilige Ballettabende sowie Handlungsballette.
Was allerdings fehlt, sind einige seiner elementarsten Verdienste: etwa der Wiederaufbau eines Ensembles und - vor allem - eines Tanzpublikums, nachdem Vorvorgänger Philippe Talard geschasst wurde und Vorgänger Mark McClain gepatzt hatte. Sein Weg war mühsam, aber erfolgreich, weil O'Day die Bedürfnisse des Mannheimer Publikums ernstnahm. Zunehmend sinnlicher und greifbarer sind seine Arbeiten (auch und vor allem durch die weichere Handschrift seiner Frau und Stellvertreterin Dominique Dumais) mit den Jahren geworden, nachdem seine (glänzenden) abstrakt-intellektuellen Choreographien anfangs vom Publikum als zu spröde wahrgenommen wurden. Das erkennt auch die Stadt an: "Kevin O' Day hat mit der Entwicklung neuer Formate und innovativer Ansätze, mit großer Energie und Kreativität wichtige Impulse am Nationaltheater gesetzt."
Nicht ohne Humor ist dabei, dass sie daraus gegenteilige Konsequenzen zieht und just den Intendanten, der am meisten Wandlungsfähigkeit gezeigt hat, mit der Weisheit verabschiedet, dass "Theater auch vom Wandel" lebe und "ein Wechsel in der Leitungsebene und damit verbunden neue künstlerische Handschriften" üblich und erwünscht seien. Das ist durchaus richtig, gilt aber auch für die im gleichen Jahr engagierte Schnawwl-Chefin Andrea Gronemeyer oder für Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski, der seit 2006 im Amt ist.
Das Gerücht, dass man O'Day der (nach 15 Beschäftigungsjahren am Theater) drohenden Unkündbarkeit wegen nicht verlängert hat, ist also - zumindest was seine eigene Person anbetrifft - unwahr, allein schon deshalb, weil diese Bühnenrechtsregelung durch den Aufstieg der Spartendirektoren zu Intendanten im Jahr 2013 ausgehebelt worden ist - wie man den Kritikern des Mehrintendantenmodells 2013 nicht müde wurde zu versichern.
Die Stadt Mannheim, die als Rechtsträgerin des Nationaltheaters die Ballettintendanz ab der Spielzeit 2016/17 neu besetzen will, spricht von Wechsel und Handschriften und gibt sich spät und auch auf Nachfrage einsilbig. Von Verträgen spricht niemand - nur von Kunst, die man nun bei Kevin O'Day im Großen und Ganzen eher selten bemäkeln kann.
Auch der Tanzchef selbst, der zurzeit aufgrund der Endproben für "2 Gents" aus Termingründen nicht für ein Gespräch zur Verfügung steht, kündigt für ein folgendes Gespräch an, nur über Kunst, nicht über Vertragliches sprechen zu wollen. Von ihm stammen auch die letzten Worte der städtischen Erklärung: "Ich freue mich auf die Spielzeit 2015/16, in der ich meinem Publikum eine spannende Abschiedsspielzeit präsentieren möchte." Was soll er sonst auch sagen!“

„Kevin O’Day – Tänzer, Choreograph und Intendant
Der Amerikaner Kevin O'Day wurde am 8. Juli 1962 in Phoenix, Arizona, geboren und wuchs in Detroit auf. Seine Ausbildung begann er 1980 an der Joffrey Ballet School in New York. Unter Twyla Tharp war er bis 1991 Solist des American Ballet Theatre.
Nach einem Jahr beim Ballett Frankfurt tanzte er 1992 bis 1995 in Mikhail Baryshnikovs White Oak Dance Project und war ständiger Gast beim New York City Ballet. 1998 gründete er mit Komponist John King sein Ensemble: O'Day Dances.
Seit der Spielzeit 2002/2003 ist er Direktor des Nationaltheater Balletts, das sich mittlerweile "Kevin O'Day Ballett NTM" nennt. Seine Stellvertreterin ist Dominique Dumais.
Seit 2013 ist er dessen Intendant. 2007 stand er in "Entre deux" erstmals wieder auch als Tänzer auf der Bühne, ebenso 2009 in "Full Bloom" und "Die vier Jahreszeiten" (2013).“

„Kommentar zur Nichtverlängerung des Vertrags
Freilich steht es einer Stadt zu, nach vierzehn Jahren über eine künstlerische Neuausrichtung nachzudenken. Das betrifft alle der für theaterübliche Verhältnisse ohnehin schon lange amtierenden Funktionsträger am NTM. Dass man sich auf allen Seiten einsilbig und kühl gibt und die Stadt die Stelle neu ausschreibt, bevor sie die Nichtverlängerung eines anderthalb Jahrzehnte erfolgreich in Mannheim arbeitenden Künstlers offiziell bekanntgibt, ist fraglos schlechter Stil. Zum anderen ist der omnipräsente Hinweis auf "Künstlerisches" ein sicheres Indiz dafür, dass es bei dieser Trennung um wesentlich Profaneres ging: um Geld und Verträge.
Wenn auch nicht unmittelbar für den Intendanten selbst, der qua Amt gar nicht in die Unkündbarkeit rutschen kann, so ist die 15-Jahre-Regelung doch für einige seiner Tänzerinnen und Tänzer - und vor allem für seine Frau und Stellvertreterin Dominique Dumais durchaus von Belang.
Man darf auch nicht vergessen, dass O'Day seinerzeit lange (und gut) mit der Stadt verhandelt hat - und die Einstellung seiner Frau in die Stellvertreterposition einst (erfolgreich) zur Bedingung für seinen Umzug nach Mannheim machte. Aus gut unterrichteten Kreisen ist auch zu hören, dass sich der Ballettchef von seiner Beförderung zum Intendanten finanziell mehr erwartet haben soll. Skandalös oder ehrenrührig ist das alles nicht - sofern es transparent kommuniziert wird.“


 

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PURE (UA), Premiere 11.10.2014
Ballett von Dominique Dumais
Choreografie: Dominique Dumais
Bühne: Christian Thurm
Kostüme: Eleni Chava
Licht: Bonnie Beecher
Musik: Peter Hinz und Martin Lejeune

PURE (UA)<br />Premiere, 11.10.2014<br />© Foto: Hans Jörg Michel
PURE (UA)Premiere, 11.10.2014© Foto: Hans Jörg Michel

„Einfach hingebungsvoll tanzen. Musik spontan in körperbetonte Bewegungssprache verwandeln: Meist mit Tempo und Leidenschaft, aber auch lyrisch zart oder im entschleunigten Diminuendo zeitlupenhaft zerdehnt. Die Tänzer und Tänzerinnen vom Kevin O'Day-Ballett fesseln im Schauspielhaus des Mannheimer Nationaltheaters und bereiten mit ihren ästhetisch schönen Improvisationen gleichermaßen befreiend entspannende Freude.“
„Ohne einschnürendes Programm-Korsett begeistert das vielgestaltige balletteuse Fest.“
Die Deutsche Bühne

„Mit dem Sound von Schlagzeug und Gitarre und den Formationen der Tänzer in der Gruppe, in Trios, Duos oder allein, muss sich "PURE" nicht erst entpuppen, sondern ist von Anfang an da: tanzender Sound, schwingender Tanz, spontan und unverfälscht.“
Mannheimer Morgen

„Es ist eine große Sinnesfreude, dem Ensemble und den Musikern bei ihrem Improvisationsprozess zuzuschauen. Der Raum für Improvisationen bleibt weiterhin bestehen: Keine Aufführung wird wie die andere werden. Das Stück lebt.“
regioaktiv.de

„Schwindelerregende Verflechtungen sämtlicher Tänzer geben dem 75-minütigen Abend Drive, daneben nehmen ruhig-konzentrierte Momente gefangen. Neben abstrakter Poesie kann es gelegentlich auch konkreter werden. Um Kommunikationsversuche kreist die Choreografie gleichfalls spielerisch heiter ebenso wie um Selbstvergewisserung des eigenen Seins.“
„Wie sich Schwung und Schwerkraft in fließenden Bewegungen fortsetzen, zeigt dieser Abend in fantasiereichen Choreografien und Bildern.“
Rhein-Neckar-Zeitung

„Dumais beherrscht die willkommene Abwechslung, die dramaturgische Welle. Sie setzt Ausbrüche wie Akzente auf den Bewegungsfluss.“
Frankfurter Rundschau

„Während „R.A.W.“ als Auftakt von Dumais‘ Bewegungsrecherche großes Kino war, das sich zu einem grandiosen Finale steigerte […], wirkt „PURE“ wie ein Autorenfilm: loser strukturiert, aber mit emotionaler Tiefe“
Die Rheinpfalz

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