Pressestimmen Schnawwl, Junge Oper, Junge Bürgerbühne Spielzeit 2014/2015


PRESSESPIEGEL
10. FESTIVAL JUNGES THEATER IM DELTA
"Sternstunden"
15. bis 19. Juli 2015 am Nationaltheater Mannheim

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TSCHICK, Premiere 04.07.2015
Wolfgang Herrndorf
Bühnenfassung Robert Koall
Inszenierung: Marcelo Diaz

TSCHICK, Premiere 04.07.2015, ©Foto: Christian Kleiner
TSCHICK, Premiere 04.07.2015, ©Foto: Christian Kleiner
TSCHICK, Premiere 04.07.2015, ©Foto: Christian Kleiner
TSCHICK, Premiere 04.07.2015, ©Foto: Christian Kleiner

Bühne: Christian Thurm
Kostüme: Eva Roos
Musik: Markus Reyhani
Dramaturgie: Anne Richter

Vanessa Brenner „Die Deutsche Bühne“ 6.07.2015:

„Am Mannheimer Schnawwl in der Regie von Marcelo Diaz besticht [Tschick] durch klare Bilder [...] und eine einfache Sprache, die es vermögen, Gemütslagen und Innenwelten auf die Bühne (mit aussagekräftigen Details von Christian Thurm gestaltet) zu transportieren. [...] Cédric Pintarellis Maik hat einen offenen, lebendigen Blick, der die Unvoreingenommenheit gegenüber dem Leben und dem, was es bereithält, auf großartige Weise vermittelt. David Benito Garcia spielt die Ambivalenz des titelgebenden Tschick in all ihren Facetten [...] Auch der Rest des Ensembles überzeugt in der Darstellung der Erwachsenen, auf die die beiden Jugendlichen treffen. [...] Die rund 100 Minuten Mannheimer Tschick sind so ein Moment des Glitzerns, des Sehnsüchtigsein-Dürfens, kurz: ein Moment des Abtauchens.“

Sandra Dörr „Mannheimer Morgen“ / „morgenweb.de“ vom 6.07.2015:
„Mit einfachsten Requisiten, nur vier Schauspielern und umso mehr kreativen Einfällen kommt "Tschick" daher [...] die Inszenierung [lebt] von der Spielfreude und Flüssigkeit [...] Maik Klingenberg (Cédric Pintarelli) ist Hauptfigur und Erzähler [...] Er meistert den Wechsel zwischen den Rollen ganz ausgezeichnet, kitzelt die innerliche Verwandlung [...] feinsinnig heraus. Das Stück lebt von den unglaublich witzigen Dialogen zwischen ihm und Tschick (David Benito Garcia). Immer wieder johlt das Publikum vor Lachen, und trotzdem wird es nie klamaukig. [...] Alle [anderen] Figuren werden von Isabelle Barth und Uwe Topmann verkörpert [...] Die beiden machen das ausgesprochen gut und generieren in kürzester Zeit ganz unterschiedliche Charaktere. [...] Dass die Bühne (Christian Thurm) eben nur mit jener weißen Couch und einer niedrigen Mauer, hinter der sich ein Planschbecken versteckt (wahlweise als See oder Pool eingesetzt), ausgestattet ist, ist ein weiterer Clou der Inszenierung: Sie braucht keine Effekte. [...] "Tschick" ein Stück, das gute Laune macht - und trotzdem ganz viel Inhalt hat. Wer auch nur einen Funken Humor im Leib hat, wird es lieben.“

Stefanie Schnitzler „Die Rheinpfalz“ 7.07.2015:
„Cédric Pintarelli spielt am Schnawwl [...] Mike Klingenberg mit einer begeisterten und lebensnahen Naivität, die nicht aufgesetzt wirkt, sondern einem Jungen zwischen Kindheit und Erwachsenwerden mitten ins Herz blicken lässt [...] [David Benito Garcia] reduziert und verleiht seinem Tschick [...] eine interessante Lethargie. Handeln ist Tschicks Sache eher als sprechen, obwohl man ihn, mit herrlich russischdeutschem Akzent, so gerne reden hört. Es macht Spaß, den beiden jugendlichen Helden [...] zuzusehen. [...] Marcelo Diaz erspürt die tragische Komik und komische Tragik dieser Geschichte und inszeniert seine jugendlichen Helden in eine absurde Erwachsenenwelt hinein [...] Erfrischendes Theater fürMenschen ab 14 Jahren.“


 

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FLOWERS OF CARNAGE, Premiere 27.06.2015
Eine musiktheatrale KungFu-Performance
der Jungen Oper Mannheim in Kooperation mit der Jungen Bürgerbühne und dem J.S. Bach-Gymnasium
Künstlerische Leitung: Johannes Gaudet

FLOWERS OF CARNAGE, Premiere 27.06.2015, ©Foto: Christian Kleiner
FLOWERS OF CARNAGE, Premiere 27.06.2015, ©Foto: Christian Kleiner
FLOWERS OF CARNAGE, Premiere 27.06.2015, ©Foto: Christian Kleiner
FLOWERS OF CARNAGE, Premiere 27.06.2015, ©Foto: Christian Kleiner

Komposition: Annesley Black
Bühne: Christian Thurm
Kostüme: Melanie Riester
Dramaturgie: Merle Fahrholz


„Die Kanadierin Annesley Black hatte die Musik zu diesem Abend geschrieben - Musik mit viel Schlagwerk, Glocken und Gongs und jeder Menge Geräusche [...] Dazu hatte der künstlerische Leiter Johannes Gaudet Bewegungsabläufe entwickelt, die man am ehesten als Choreographie bezeichnen kann und die [...] mit großer Ernsthaftigkeit und einem erheblichen Maß an Körperbeherrschung umgesetzt wurde [...]Gut jedenfalls, dass die heutige Schülergeneration sich derart kreativ und auf einem so hohen Niveau mit dem Thema Aggression auseinandersetzt - auch wenn wir dafür auf das gewohnte Schulkonzert verzichten müssen.“
Stephan Hoffmann, Mannheimer Morgen, 1.07.2015


 

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DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN (UA)
Uraufführung 06.06.2015 im Schnawwl
Tanzstück mit Schnawwl und Junge Bürgerbühne
Regie und Choreografie: Luches Huddleston jr. / Victoria Söntgen

DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN (UA), Uraufführung 06.06.2015, ©Foto: Christian Kleiner
DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN (UA), Uraufführung 06.06.2015, ©Foto: Christian Kleiner
DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN (UA), Uraufführung 06.06.2015, ©Foto: Christian Kleiner
DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN (UA), Uraufführung 06.06.2015, ©Foto: Christian Kleiner

Musik: Davidson Jaconello
Bühne: Christian Thurm
Kostüme: Melanie Riester
Dramaturgie: Anne Richter
Theaterpädagogik: Josefine Rausch


Nora Abdel Rahman „Mannheimer Morgen“ / „morgenweb.de“ vom 9.06.2015:
„Wer sich jedoch traut, einen Blick auf die eigene Lebenswelt, auf persönliche Gefühle zu werfen, braucht eine gehörige Portion Mut. [...] Dagegen offenbaren aber ihre aufgezählten Wünsche und Vorlieben, die in der Komposition von Davidson Jaconello zu hören sind, Persönlichkeiten mit eigenem Charakter. [...] Schließlich zeigt jeder Performer ganz eigene Qualität.“

Stefanie Schnitzler „Die Rheinpfalz“ 8.06.2015:
„Sie gehen gemeinsam aufs Publikum zu. Jeder auf seine Weise aber im gleichen Tempo. An einer geahnten Linie bleiben sie stehen, nehmen Blickkontakt auf, drehen sich um und lassen einen einzelnen Tänzer zurück. [...] Das Solo des Tänzers wird unterstützt von den neun Jugendlichen, die im Bühnenhintergrund konzentriert auf Würfeln sitzen, aufrecht und entspannt zugleich. [...] Haare fliegen, Hände gleiten über Brüste, Schulterblicke und ausgestellte Hüften.“

Lisa Kauper „Rhein-Neckar-Zeitung“ vom 9.06.2015:
„Was gleichaltrigen Jugendlichen peinlich wäre, ist für diese Tänzer während ihrer fünfmonatigen Proben zum Lebensinhalt geworden. [...] Die tänzerische Darstellung ist flüssig, die Jungen und Mädchen haben intensiv an ihrem Können gearbeitet.“


 

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Annesley Black und Andrea Gronemeyer
SOLOPOLY (UA)
Musiktheater für 5 Schlagzeuger
Komposition: Annesley Black
Inszenierung: Andrea Gronemeyer

SOLOPOLY (UA), 17.05.2015, ©Foto: Christian Kleiner
SOLOPOLY (UA), 17.05.2015, ©Foto: Christian Kleiner
SOLOPOLY (UA), 17.05.2015, ©Foto: Christian Kleiner
SOLOPOLY (UA), 17.05.2015, ©Foto: Christian Kleiner

Bühne: Christian Thurm
Kostüme: Melanie Richter
Dramaturgie: Johannes Gaudet

Heike Marx „Die Rheinpfalz“ 19.05.2015:

„Rhythmus und Tanz sind eng verschwistert, hier werden sie fast eins. Wie die Musiker laufen, sich drehen, springen, sich biegen, Formationen bilden, das folgt einer fein abgestimmten Choreografie. [...] Die Kostüme in Schwarz-Weiß-Ästhetik mit lustigen Mustern und fantasievollen Schnitten hat Melanie Riester den Charakteren angepasst. [...] Man hört und sieht markante Solos und eindrucksvolle Ensemblestücke, die Akteuren wie Zuschauern Spaß machen.“

Manfred Jahnke „Die Deutsche Bühne“ 20.04.2015:
„In „Solopoly“ [...] entwickeln die junge kanadische Komponistin Annesley Black [...] und die Schnawwl-Leiterin Andrea Gronemeyer zusammen mit Schlagzeugern [...] über das Hörexperiment hinaus eine ganze Welt. Nicht allein in der Begegnung von Klängen [...] entsteht diese zauberhafte Welt, sondern mehr noch dadurch, dass allein durch das Agieren der fünf Performer eine große Geschichte im leeren Raum sich entwickelt. [...] Mit großem Charme und viel Spiellust performen Christiane Gavazzoni (Brasilien), Thorsten Gellings (Deutschland), Peter Hinz (Italien), Joss Turnbull (iranische Trommelkunst) und Rie Watanabe (Japan) [...].“

Eckhard Britsch „Mannheimer Morgen“ / „morgenweb.de“ vom 21.05.2015:
„Denn das Musiktheater für fünf Schlagzeuger [...] hat Charme, überbordende Spielfreude, viele Überraschungsmomente und immanenten Witz. Es macht unmittelbar neugierig, so dass die Besucher [...] eine Stunde lang in atemloser Spannung dem Stück folgten. [...] Dieses Umeinanderkreisen, Entfernen und Interagieren ist zentrales Thema der durchaus aufregenden Musik von Annesley Black, die genaue, auch grafische Notation mit Freiräumen der Improvisation kombiniert. [...] die Qualität dieser Musik und Körperchoreographie scheint, dass kein Sammelsurium vorgezeigt wird, sondern aus feiner Abstimmung ein sinnfälliges Fest der Sinne entsteht. [...] die Kostüme von Melanie Riester in der Bühnengestaltung von Christian Thurm unterstreichen diesen Ansatz.“

Rainer Köhl „Rhein-Neckar-Zeitung“ vom 25.05.2015:
„Choreographie und Rhythmus gehen immer eine starke Einheit ein. Alles ist Klang und Rhythmus bei ‚Solopoly‘, und beides schafft reiche nonverbale Kommunikation. [...] Die fantasievollen Kostüme hat Melanie Riester den fpnf Figuren individuell auf den Leib angepasst. [...] Christiane Gavazzoni, Rie Watanabe, Thorsten Gellings, Peter Hinz und Joss Turnbull begeistern mit percussiver Virtuosität ebenso wie mit clownesker Spielfreude.“


 

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Kristo Šagor
DU HITLER (DE), Premiere 18.04.2015 im Studio
Inszenierung: Kristo Šagor

DU HITLER (DE)<br />Premiere 18.04.2015<br />© Foto: Christian Kleiner<br />
DU HITLER (DE)Premiere 18.04.2015© Foto: Christian Kleiner
DU HITLER (DE)<br />Premiere 18.04.2015<br />© Foto: Christian Kleiner<br />
DU HITLER (DE)Premiere 18.04.2015© Foto: Christian Kleiner
DU HITLER (DE)<br />Premiere 18.04.2015<br />© Foto: Christian Kleiner<br />
DU HITLER (DE)Premiere 18.04.2015© Foto: Christian Kleiner

Bühne: Iris Kraft
Kostüme: Eva Roos
Musik: Sebastian Katzer
Dramaturgie: Anne Richter

Carmen Oesterreich „Rhein-Neckar-Zeitung“ vom 21.04.2015:

„Kristo Šagor [...] hat erkannt, dass er die Jugendlichen [...] nur sensibilisieren kann. Bist du auch so? Direkt konfrontieren die Schauspieler das Publikum [...] Die Zuschauer sind gefordert, konzentriert zuzuhören und zuzuschauen. [...] Die vier Schauspieler [setzen] die Akzente nicht nur durch Intonation, sondern auch durch kleine Gesten [...] Dezent wie packend untermalt die Musik (Sebastian Katzer) das Geschehen [...] Die braune Bühnenwand (Iris Kraft), vor der sich die Biografien der Einzelnen der von Hitler in übertragenem Sinn ähneln, offenbart am direktesten die Hilflosigkeit aller Beteiligten.“

Alfred Huber „Mannheimer Morgen“ / „morgenweb.de“ vom 20.04.2015:
„Der Dramatiker Kristo Šagor hat sich auf die Suche begeben und sein Stück „Du Hitler“ [...] dazu benutzt, Zeichen eines alltäglichen Faschismus aufzuspüren, um zu zeigen, dass in fast allen Menschen ein kleinerer oder größerer Hitler steckt. [...] Wenn sich die vier Schauspieler (Helene Schmitt, David Benito Garcia, Sebastian Brummer und Uwe Topmann) [...] auf der Bühne eingefunden haben, merkt man, wie geschickt der Regisseur [...] es versteht [...] aus Dialogen und Spiel-Elementen eine schlüssige, vitale Einheit [zu bilden], in der das zentrale Thema Alltagsfaschismus keineswegs nur ernst verhandelt wird. [...] Etwa wenn David Benito Garcia mit einem fulminanten Auftritt als frustrierter Geschichtslehrer von seinen Nöten erzählt, „kleinen pickligen Arschlöchern“ die Welt erzählen zu müssen.“

Stefanie Schnitzler „Die Rheinpfalz“ 21.04.2015:
„Die Bühne von Iris Kraft birgt Hohlräume, Erhebungen, Freiräume, Sportspinde, Turnbänke und einen für die Schauspieler überdimensional wirkenden Sportumkleideraum. [...] Wie Filmmusik wirkt Sebastian Katzers Soundtrack. Die Musik gibt dem Geschehen einen Rhythmus, verstärkt die Stimmungen, wird ausgeblendet, um von Neuem einzusetzen. Fast zärtlich wirkt das. [...] Geschickt inszeniert Kristo Šagor das von ihm mit den Schauspielern entwickelte Stück zwischen Schrecken und Humor, zwischen alltäglicher Gewalt und Geschichtsbezügen, zwischen Harmlosigkeit und Menschenverachtung. [...] Stark ist der Abend, weil er sich der historischen Hitler-Figur und den Ansätzen faschistischen Denkens in unserem Alltag nicht mit Zuschreibungen, sondern mit Fragen nähert.“


Vanessa Renner „Die Deutsche Bühne“ 20.04.2015:
„Die Konstellation ist spannend. Da ist die Biografie Hitlers. Einblicke in seine Jugendzeit. Eine Perspektive, die eigenartiges Unbehagen auslöst [...] Die Musik zieht häufig eine zweite Ebene zum Bühnengeschehen ein. [...] Dabei springen die Schauspieler mühelos zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wechseln Kleidung und Rollen, hellwach, mit bösem Humor. Eine großartige Ensembleleistung. Zu deren Entfaltung das schlichte, durch Schiebeelemente wandelbare Bühnenbild viel Raum bietet.“

Carolin Beez „rheinneckarblog.de“ 25.04.2015:
„Kristo Šagor präsentiert starke Monologe. Die Schauspieler spielen mit einer solchen Intension und Klarheit, dass jedes Wort die Zuschauer direkt trifft. Jeder Satz sitzt hier perfekt und ist auf die Spielpartner in den vielen chorischen Passagen abgestimmt.“

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Kristo Sagor, der Autor und Regisseur von DU HITLER
Premiere 18.04.2015
im Gespräch mit Sandra Dörr
© Mannheimer Morgen, 17.04.2015

Kristo Sagor im Gespräch mit Sandra Dörr<br />17.04.2015<br />© Foto: Rinderspacher<br />
Kristo Sagor im Gespräch mit Sandra Dörr17.04.2015© Foto: Rinderspacher

Der Vater stirbt, wenige Jahre später auch die Mutter. Zurück bleibt ein Junge, der seine Pubertät ohne Eltern durchleben musste, der später zum schlimmsten Diktator aller Zeiten wurde: Adolf Hitler. Er war 13, als sein Vater starb, betrauerte seine Mutter mit 18. Was haben diese beiden Verluste mit ihm gemacht? Wäre er auch ohne sie zum "Führer" geworden? In Kristo Sagors Stück "Du Hitler" begeben sich vier Personen auf die Suche nach dem Menschen Adolf Hitler. Was sie finden, sind ihre eigenen Leben voller Ambivalenzen, alltäglich-faschistoider Züge und vieler Fragen, auf die es noch viel mehr Antworten gibt. Was nach schwerer Kost klingt, soll dennoch unterhalten, betont Autor und Regisseur Kristo Sagor. Lachen ist ausdrücklich erlaubt.

Lehrer Frank entwickelt beim Korrigieren von Klassenarbeiten Gewaltfantasien, Mario liebt schöne Uniformen, Jessica will das Wachstum ihres kleinen Bruders überwachen, Johannes sucht des Nachts einen Geschwindigkeitsrausch nach dem anderen. In "Du Hitler" fangen die vier Figuren, vereint in Einsamkeit, Frustration und Perspektivlosigkeit, an zu streiten. Sie fragen nach dem Sinn ihres Tuns, nach ihren Beweggründen, den Auswirkungen ihres Handelns. Dabei erfahren sie immer mehr über die Jugend Adolf Hitlers.

Auch wenn er sich an die wenigen gesicherten Fakten halte, die es über die frühen Jahre Hitlers gibt, handle es sich keineswegs um eine Geschichtsstunde, in die sich das Publikum begibt, versichert Kristo Sagor. Für Zuschauer ab 15 Jahren ist die Mannheimer Inszenierung von "Du Hitler" gedacht. Große Unterschiede zu Erwachsenen-Stücken gebe es bei Inszenierungen für diese Altersgruppe nicht mehr, sagt der Autor, unter anderem Träger des Dramatikerpreises des Thalia Theaters Halle und des Publikumspreises des Heidelberger Stückemarktes.

Zu seinem Werk sei er wie die Jungfrau zum Kinde gekommen, sagt Sagor: "Du Hitler" ist eine Auftragsarbeit für das Landestheater in Linz, das etwas über die Jugend des Diktators zeigen wollte. Das "widerspenstige Thema", wie Sagor es nennt, reizte ihn, und so machte er sich an die Arbeit. Uraufgeführt wurde "Du Hitler" 2011, damals inszeniert von Dana Csapo im Rahmen des internationalen Theaterfestivals für junges Publikum in der österreichischen Landeshauptstadt. Dass er sein Stück nun vier Jahre später in Mannheim selbst inszenieren kann, freut den 39-Jährigen. "Es ist ein großes Privileg, deinen Text erst einmal wegzugeben", sagt er. Mit dem Abstand der vergangenen Jahre, den er dadurch zu "Du Hitler" habe, lese er den Text selbst schon wieder anders. Dennoch verändere er nur wenige Worte in seiner eigenen Inszenierung.
"Wir erleben, wie sich die Figuren so aneinander reiben, dass sie überdrehen und klar wird: In jedem stinknormalen Bürger steckt das Potenzial, faschistisch zu werden", erklärt er - wobei für ihn diese Übertragung der beste Weg sei, um über Adolf Hitler und seine schrecklichen Untaten zu sprechen.

Wie sonst wolle man auch über das Kind Adolf, den Jugendlichen, aus dem der "Führer" wird, sprechen? "Wollen wir uns vorstellen, wie Mama Hitler ihm Butterbrote schmiert?", fragt Kristo Sagor. Das sei wohl nur schwer zu machen angesichts sechs Millionen ermordeter Juden. "Die Frage, wie es so weit kommen konnte, schwebt über dem Abend", erklärt der Autor.
Dabei geht es eben auch um Ambivalenzen: Das typische Schwarz-Weiß-Denken, zu dem wir erzogen werden, funktioniert angesichts der Geschichte nicht mehr, müssen die Figuren in "Du Hitler" erkennen - und nehmen so auch das Publikum mit auf eine Erkenntnisreise, in der Kategorien und Schubladen auseinanderbrechen.


 

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ZAUBERMÜHLE (UA), Premiere 21.02.2015
Nach Motiven des finnischen Kalevala-Epos
Von Katrin Lange, Mitarbeit Gerd Bedszent
Inszenierung: Rüdiger Pape

ZAUBERMÜHLE (UA)<br />Premiere 21.02.2015<br />© Foto: Christian Kleiner<br />
ZAUBERMÜHLE (UA)Premiere 21.02.2015© Foto: Christian Kleiner

Bühne und Kostüm: Dietmar Teßmann
Musik: Sebastian Herzfeld
Dramaturgie: Anne Richter

Christina Altmann, MM / morgenweb.de vom 25.02.2015
„Eine Uraufführung, die Archaisches mit Modernem, Geheimnisvolles mit Realem, eine Liebesgeschichte mit einem Zaubermärchen verbindet. [...] Spiel und Erzählung machen im Wechsel mit Gesang und Tanz die finnische Geschichte lebendig, mal mit geballter Kraft, mal mit sanftem Humor.“

Heike Marx, Die Rheinpfalz, 24.02.2015
„Die [...] Berliner Autorin Katrin Lange hat für den Schnawwl „Zaubermühle“ geschrieben, ein spannendes Stück nach Motiven aus dem finnischen Kalevala-Epos. [...] Die Schnawwl-Inszenierung ist eine bildmächtige Abenteuer-Geschichte mit ironisch-kritischen Gegenwartsbezug. [...] Den sprachlich anspruchsvollen, dramatisch vorzüglich aufbereiteten Text hat Regisseur Rüdiger Pape mit einfachen Theatermitteln zu hoher Anschaulichkeit und Intensität gebracht. [...] Der Bühnenraum ist tief, man glaubt sich in einer weiten Schneelandschaft. [...] Die Ausstattung von Dietmar Teßmann setzt komische Akzente und wenn die Rentiere singen, tut dies auch die Musik von Stefan Herzfeld.“

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IMAGINALE 2015
FIGURENTHEATERFESTIVAL
22. bis 26. Januar 2015 in Mannheim

IMAGINALE 2015<br />FIGURENTHEATERFESTIVAL<br />22. bis 26. Januar 2015 in Mannheim<br />
IMAGINALE 2015FIGURENTHEATERFESTIVAL22. bis 26. Januar 2015 in Mannheim

Der Pressespiegel – ein Überblick aus der Tagespresse

In der Anlage finden Sie die Original-Zeitungsartikel zum Figurentheaterfestival IMAGINALE, das jährlich abwechselnd regional in Mannheim (so 2015) und überregional (so wieder 2016) in Baden-Württemberg stattfindet.


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DER SCHATTENJUNGE
Premiere 05.12.2014, Ludwig-Frank-Gymnasium
Klassenzimmerkomödie von Finegan Kruckemeyer
Deutsch von Thomas Kruckemeyer
Inszenierung: Andrea Gronemeyer

DER SCHATTENJUNGE<br />Premiere 05.12.2014<br />© Foto: Christian Kleiner<br />
DER SCHATTENJUNGEPremiere 05.12.2014© Foto: Christian Kleiner

Kostüme: Eva Roos
Musik: Till Rölle
Dramaturgie: Anne Richter

Heike Marx „Die Rheinpfalz“ vom 10. Dezember 2014:

„Schnawwl-Direktorin Andrea Gronemeyer hat es so inszeniert, dass alle Ausstattung vom Aufführungsort kommt. Das Klassenzimmer wird zum Erlebnisraum […] wie beide Jungs auf einem Stuhl als BMX-Rad durch den Mittelgang flitzen, wie sie auf Tischen die Schulbibliothek und ihre beiden Stuhlzimmer aufbauen, wie sie diese mit herumliegenden Gegenständen ausstatten - das und noch viel mehr ist im Klassenzimmer zu erleben, das damit spielerisch existenzielle Aura erhält. […]

Klassenzimmer sind nicht gleich, ebenso wenig die Jugendlichen, die sie bevölkern. Jeder Auftritt wird für die beiden Schauspieler eine Herausforderung sein. […] Sie werden von einem Stück getragen, das mit viel griffiger Komik und ein wenig Poesie in Text und Situationen die Themen der Zielgruppe ab 11 Jahren überzeugend anpackt.“


 

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FAMILIENSTÜCK
Eine Produktion von Schauspiel und Schnawwl
James Matthew Barrie, Deutsch von Erich Kästner
PETER PAN, Premiere 23.11.2014

PETER PAN<br />Premiere 23.11.2014<br />© Foto: Christian Kleiner<br />
PETER PANPremiere 23.11.2014© Foto: Christian Kleiner

Inszenierung: Cilli Drexel
Co-Regie: Tim Egloff
Bühne: Maren Greinke
Kostüme: Janine Werthmann
Musik: Till Rölle
Licht: Wolfgang Schüle
Dramaturgie: Stefanie Gottfried / Anne Richter

Ralf-Carl Langhals „Mannheimer Morgen“ / „morgenweb.de“ vom 24. November 2014:

„Freilich haben Kinder hier Spaß. Vor allem Klaus Rodewald als knorrig-schröcklicher Käpt’n Hook und Uwe Topmann als Bootsmann Smee und Haushund Nana sorgen für Komik. Verlass ist auf die Bühne von Maren Greinke, die die Theatermaschine beeindruckend schnauben und dampfen lässt, und auf die originellen Kostüme von Janine Werthmann.“

Stefan Benz „Darmstädter Echo“ / „echo-online.de“ vom 25. November 2014:
„ Da ist bisweilen so viel Slapstick, dass kleine Zuschauer quieken vor Vergnügen. […] Peter Pan […] ist bei Martin Aselmann ein kesser Kerl, der auch mal infantil schmollt. […] Und wenn noch die Mannheimer Band loslegt, das Ensemble singt, dann rocken sie Nimmerland.“

Carmen Oesterreich „Rhein-Neckar-Zeitung“ vom 26. November 2014:
„Es entstehen turbulente Abenteuer, die die Regisseurin Cilli Drexel und ihr Co-Regisseur Tim Egloff […] in Szene setzen. Maren Greinke verwandelt ein biederes Kinderzimmer durch Netze und Schiffsprojektionen in eine düstere Piratengegend, […] Wolfgang Schüle sorgt für die Finsternis und das Leuchten der Fee Tinkerbell, und Till Rölle untermalt die Szenen mit unheimlichen Klängen und rockigen Liedern […]. Sonja Dechsler wechselt gekonnt zwischen der fürsorglichen Mutter, eifersüchtiger Fee Tinkerbell und der gefangegenen Tiger Lily, Klaus Rodewald spielt Mr. Darling und Käpt’n Hook […], über den die Kinder nich nur deshalb lachen, weil ihn ein Krokodil zum Fressen gern hat […] Die Regie ist auf die Hauptrollen Wendy und Peter Pan (Martin Aselmann) konzentriert […] wenn sie sich einen Kuss schenken, sich beschützen und zweierlei Vorstellung von Liebe haben. »Magst du mich«, fragt Wendy, die erwachsen werden will, Peter Pan, der ein Junge bleiben will. Er antwortet: »So, wie ein Kind seine Mutter!«“

Stefanie Schnitzler „Die Rheinpfalz“ vom 28. November 2014:
„Die Bühne von Maren Greinke birgt wie ein Suchbild viele Details und bleibt doch immer offenkundig Illusion. […] Uwe Topmann spielt die Hundedame bestechend und es ist fantastisch zu sehen, wie er seine Rolle zwischen Kuscheltier, Wachhund und Leitwolf, der ohne Wiederrede das Zähneputzen befiehlt, ansiedelt. […] Klaus Rodewald spielt ihn [Käpt’n Hook] hinreißend und furchteinflößend und in seiner schlotternden Angst vor dem tickenden Krokodil, das ihn verfolgt, seit es seine Hand gefressen hat, auch absurd komisch. […] In der Inszenierung von Cilli Drexel (Regie) und Tim Egloff (Co-Regie) wird viel gezaubert und doch nie geschummelt. Verwandlungen geschehen offen und werden dadurch nicht weniger geheimnisvoll […] immer mit einem Schuss komischer Übertreibung […]“

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SCHREIMUTTER, Premiere 25.10.2014
Nach dem Bilderbuch von Jutta Bauer
Figurentheater ab 3 Jahren
Inszenierung: Taki Papaconstantinou
Bühne: Christian Thurm
Kostüme: Eva Roos
Bühnenmusik: David Pagan

SCHREIMUTTER<br />Premiere 25.10.2014<br />© Foto: Christian Kleiner<br />
SCHREIMUTTERPremiere 25.10.2014© Foto: Christian Kleiner

Mannheimer Morgen vom 27.10.2014, Ralf-Carl Langhals
„Taki Papaconstantinou hat es [...] im Mannheimer Schnawwl unternommen, die Weltreise des kleinen Pinguins [bekannt aus dem Bilderbuch Schreimutter von Jutta Bauer] für die Bühne einzurichten. [...] Als einziges Bühnenelement [...] hat Bühnenbildner Christian Thurm [der Schauspielerin Helene Schmitt] einen Kugelsessel bereitgestellt. Sie bespielt ihn ebenso hinreißend wie Joshua Lengenfelder ihn für seine Videoprojektionen nutzt [...]. Wir [sehen] Berge und Wälder aus Stoffresten oder gestrickte Wellen, die vergessen machen, dass diese Erdkugel nur aus einem Sessel besteht. [...] Ob Steinbock, Fische, Sterne oder Orang-Utan: Eva Roos und Heidi Buehl haben für die Puppengestaltung einen gelungenen Materialmix aus Plüsch, Strick, Pappe und Stoff kreiert. [...] Helene Schmitt greift zum Stoff- wie zum Schleich-Tier und bespielt es quasi in Kinderspielmanier und mit Kinderzimmerausstattung, was der Arbeit eine anregende Note und große theaterpädagogische Qualität verleiht. Zu den mal zarten, mal rockigen Klängen von David Pagan lässt sie den Affen munter schwingen, die Fische lustig kreisen. [...] Herzlicher Applaus der Kleinen und sie begleitenden Größen.“

Die Rheinpfalz vom 3.11.2014, Heike Marx
„[…] eine spannende, humorvolle Geschichte mit viel Sensibilität für die Lebenswelt kleiner Kinder gemacht […] Die Orte sind aus Textilien, Spielzeugen und Zeichnungen gefertigt […] und mit Kuscheltieren bevölkert, die Eva Roos und Heidi Buehl gestaltet haben. […] Die Texte sind satirisch zugespitzt, so dass Erwachsene ihre helle Freude daran haben, aber auch für Kinder sind sie auf naive Weise verständlich. Helene Schmitt […] punktet in den kleinen lebhaften Szenen mit klassischer Handführung der Puppen und wandelbarer Stimme in den Dialogen. […] Liebevoll drückt sie das Kind an sich, aber weil es ein Pinguin ist, sieht man in ihr auch ein Kind, das sein Kuscheltier schwenkt.“

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STIMMSALABIMM (UA), Premiere 04.10.2014
Ein Musiktheater für zwei Sängerinnen
Friedrich Stockmeier / Marcela Herrera / Eva Roos
Komposition/Musikalische Leitung: Friedrich Stockmeier
Inszenierung: Marcela Herrera

STIMMSALABIMM (UA)<br />Premiere 04.10.2014<br />© Foto: Christian Kleiner<br />
STIMMSALABIMM (UA)Premiere 04.10.2014© Foto: Christian Kleiner

Ab 2 Jahren

Mannheimer Morgen, 07.10.2014, Christina Altmann
 „Nach der Musik des Komponisten Friedrich Stockmeier demonstrieren [die beiden Sängerinnen/Kobolde] die enorme Klangvielfalt der menschlichen Stimme. [...] Doch die Kobolde entdecken hier nicht nur ihre Stimme, sie erforschen auch neugierig ihre Umgebung […]. [Dabei] entdecken sie ein wunderbares Spielfeld. [...] ‘StimmSalaBimm‘ ist ein harmonisches Simmsalabim der wortlosen, aber klanggeprägten Kommunikation unter Kleinkindern.“

 Rainer Köhl in „Die Rheinpfalz“ vom 10.10.2014:
„Zwei Sängerinnen schlüpfen in die Rollen von Koboldelfen, die von der Kostümbildnerin Eva Roos fantasievoll eingekleidet worden. [...] Es sind kleinkindgerechte, elementare Aktionen, die hier spielerisch entstehen und auf ihren klingenden Anteil erkundet werden: das geschieht fantasievoll und lustig. [...] Die Sängerinnen brillieren längst nicht nur mit Schmatzgeräuschen oder Wiehern beim Pferdespiel: Friedrich Stockmeier [...] hat für die beiden auch Anspruchsvolles komponiert. [...] Die Experimentierlust, die die Sängerinnen im Laufe des Stücks entwickeln, um ihre Stimmen und den Spielraum neu zu entdecken, wird am Ende auf die Kinder und ihre Eltern übertragen. Die dürfen jetzt auch mitmachen.“

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